Erst Lappen, dann Schoppen: Putzfrauen hüten auch Kids
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Erst Lappen, dann SchoppenPutzfrauen hüten auch Kids

Ob als Gärtnerin, Hundesitterin oder zum Bügeln: Putzfrauen werden in Luzern immer häufiger nicht nur zum Reinigen der Wohnung angeheuert.

von
Vanessa Naef

«Da in immer mehr Haus­halten beide Elternteile berufstätig sind, übernehmen unsere Putzfrauen offiziell auch Nebenarbeiten», sagt René Künzli, Geschäftsführer der Putzfrauenvermittlung.ch Innerschweiz GmbH. Dazu gehören etwa das Giessen von Blumen, Gassigehen mit den Vierbeinern sowie Bügeln und Einkaufen. «Es ist schon vorgekommen, dass eine Putzfrau zu den Kindern des Kunden geschaut hat», sagt Künzli. Die Zusatzan­gebote werden von den verschiedensten Leuten genutzt. «Sie werden sowohl von Familien als auch Rentnern und Konkubinatspaaren in Anspruch genommen.»

Diesen Trend stellt auch Ursi Montico fest. Sie ist Geschäftsführerin der Zürcher Firma Putztüüfeli, die auch Angestellte in Luzern beschäftigt. «Wenn unsere Kunden verreisen, brauchen sie zum Beispiel jemanden, der die Katze füttert.» Um neben all den neuen Angeboten auch das Putzen bewältigen zu können, werden massiv Stellen aufgestockt: Allein bei Putzfrauenvermittlung.ch wurden in den letzten Jahren jeweils 20 Prozent mehr Frauen angestellt.

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