08.04.2020 18:24

Corona-Homeoffice

«Pyjama und Trainerhosen sind meine neue Uniform»

Corona stellt die Körperpflege auf den Kopf: Wer normalerweise geduscht und gestylt aus dem Haus geht, gammelt jetzt in Trainerhosen vor dem PC rum.

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Hunderttausende Schweizer sind wegen der Corona-Krise im Homeoffice. Sitzt man den ganzen Tag zu Hause, verändern sich auch Outfit und Körperpflege.

Hunderttausende Schweizer sind wegen der Corona-Krise im Homeoffice. Sitzt man den ganzen Tag zu Hause, verändern sich auch Outfit und Körperpflege.

Sebastian Gollnow
Ein 20-Minuten-Aufruf zeigt: Viele von euch haben das Hemd mit einem Hoodie und die Anzugshosen gegen Trainerhosen ausgetauscht.

Ein 20-Minuten-Aufruf zeigt: Viele von euch haben das Hemd mit einem Hoodie und die Anzugshosen gegen Trainerhosen ausgetauscht.

Sebastian Gollnow
Nicht nur der Style, sondern auch die Frisur leidet: Weil alle Coiffeursalons geschlossen sind, müsst ihr selber Hand anlegen. Hier schneidet die Tochter ihrem Vater die Haare.

Nicht nur der Style, sondern auch die Frisur leidet: Weil alle Coiffeursalons geschlossen sind, müsst ihr selber Hand anlegen. Hier schneidet die Tochter ihrem Vater die Haare.

Leser-Reporter

Die Corona-Krise zwingt die Schweizer dazu, von zu Hause aus zu arbeiten: Viele Schweizer Grossfirmen, darunter ABB, Nestlé, Novartis oder die UBS, lassen ihre Angestellten, wenn immer möglich, im Homeoffice arbeiten. Und sogar die Bundesräte arbeiten von zu Hause aus. Doch im Homeoffice entfällt nicht nur der Arbeitsweg, sondern auch der Kontakt zu Arbeitskollegen und Kunden. Nur während Videokonferenzen muss man sich noch der Öffentlichkeit präsentieren. Den Rest der Zeit fällt es niemandem auf, wenn man im Pyjama vor dem PC sitzt, nicht mehr duscht oder sich nicht mehr rasiert. So geht ihr damit um.

Melanie (41), Executive Assistant

«Seit drei Wochen wachsen meine kurzen Haare wie wild. Schminken tue ich mich gar nicht mehr, das habe ich nur gerade für den allerersten Video-Call im Team gemacht. Jetzt müssen sie mich ungeschminkt ertragen. Pyjama und Trainerhosen sind meine neue Uniform. Unterwäsche und BH trage ich keine mehr. Wofür auch? Ich will es so bequem wie möglich haben.»

Constantin (31), Projektleiter

«Ich habe das Glück, dass ich noch ungefähr einmal die Woche auf Kundenbesuch muss. Dann heisst es rasieren, denn das vernachlässige ich in Homeoffice-Zeiten. Was Duschen und Zähneputzen anbelangt, ist alles beim Alten. Nur dass meine Frisur aussieht, als wäre sie explodiert.»

Valeria (40), kaufmännische Angestellte

«Körperhygiene steht bei mir wie immer an erster Stelle, Homeoffice hin oder her. Stinken und mit Stoppeln herumlaufen geht gar nicht!»

Alberto (21), Banker

«Seit alle Clubs zu sind, ist mein Sexleben zum Vergessen. Deshalb rasiere ich auch meine Schamhaare nicht mehr.»

June (28), Büroangstellte

«Ich dusche weiterhin täglich, ziehe frische Kleider an, wenn auch nur Trainerhosen und Bandshirts, und putze regelmässig meine Zähne. Daran etwas zu ändern, fände ich grusig. Aber im Homeoffice schminke ich mich nicht mehr. Auch muss ich gestehen, dass ich meine Haare nicht mehr täglich kämme, sondern einfach einen Zopf mache.»

Sarah (32), Assistentin Geschäftsleitung

«Ich dusche, schminke mich und ziehe mich ganz normal an. Ich bin kein Homeoffice-Typ. Das morgendliche Paratmachen hilft mir, rasch in den Arbeitsmodus zu finden. Ausserdem bin ich so auch für unangemeldete Video-Calls gewappnet.»

Sinus (57), Softwareentwickler

«Ich ziehe nicht mehr jeden Tag ein Hemd an, sondern arbeite zu Hause vermehrt im Hoodie. Sonst ist bei mir etwa alles beim Alten.»

Sara (25), Kauffrau

«Bei mir haben sich zwei Dinge geändert: Ich schlafe länger und schminke mich nicht mehr. Ansonsten ist es mir wichtig, dass ich meine Tagesroutinen beibehalte. Gerade im Homeoffice finde ich es besser, mit den normalen Alltagsklamotten zu arbeiten. Man weiss ja nie, wann ein spontaner Video-Call eintrifft.»

Caterina (55), Verkäuferin Innendienst

«Ich mache alles genau gleich, wie wenn ich zur Arbeit gehen würde. Das Duschen am Morgen brauche ich schon nur, um fit zu werden! Ohne Schminke geht bei mir gar nichts, auch nicht im Homeoffice. Auch meine Kleider sind immer farblich abgestimmt. Ich mach das alles für mich, es gibt mir ein gutes Gefühl.»

Sandra (48), IT-Managerin

«Da wir zurzeit über mehrere internationale Standorte hinweg fast ausschliesslich per Videokonferenz kommunizieren, bleibt für mich alles beim Alten. Ich dusche, ziehe mich normal an und mache mir die Haare. Aber natürlich trage ich auch mal Jogginghosen. Die sind unter dem Tisch sowieso nicht zu sehen.»

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