Stadionverbote: Pyros im Hallenstadion – Kloten-Fans bestraft

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StadionverbotePyros im Hallenstadion – Kloten-Fans bestraft

Weil sie im Zürcher Hallenstadion illegale Pyros zündeten, kassieren zwei junge Kloten-Fans ein landesweites Stadionverbot. Überführt wurden sie dank Videoaufnahmen.

von
blu
Gefährliches Spiel mit dem Feuer: Eishockey-Fans zünden illegale Pyros. Bis zu 2000 Grad heiss werden solche Seenotfackeln, die man nicht einfach mit Wasser auslöschen kann.

Gefährliches Spiel mit dem Feuer: Eishockey-Fans zünden illegale Pyros. Bis zu 2000 Grad heiss werden solche Seenotfackeln, die man nicht einfach mit Wasser auslöschen kann.

Es passierte beim Derby ZSC Lions gegen Kloten Flyers am 2. Januar kurz vor Spielbeginn: Die beiden Schweizer im Alter von 18 und 19 Jahren zündeten im Gastsektor des Hallenstadions mehrere pyrotechnische Gegenstände und verstiessen damit gegen das Sprengstoffgesetz.

«Vor allem in geschlossenen Gebäuden wie dem Hallenstadion kann das Zünden von Pyros verheerende Folgen haben», sagt Bruno Vollmer, Leiter Spielbetrieb und Sicherheit bei den ZSC Lions. Glücklicherweise komme dies bei Eishockeyspielen eher selten vor. «Die Fans wissen normalerweise, wie gefährlich solche Handfackeln sind und dass ihnen bei der Zündung solcher Gegenstände eine Strafe droht», hält er fest. In den letzten zwei Jahren haben die ZSC Lions rund sechs Stadionverbote verhängt.

Keine Spiele mehr in der ganzen Schweiz

Dank hochauflösenden Kameras konnte der Sicherheitsdienst die beiden Tatverdächtigen noch während des Spiels ausfindig machen und der Polizei übergeben. «Seit zwei Jahren sind solche Kameras im Hallenstadion installiert», sagt Vollmer.

Die beiden wurden der Staatsanwaltschaft zugeführt. Ihnen blüht ein strafrechtliches Verfahren, gestützt auf das Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen. Zudem werden sie sich nicht mehr in der Nähe von solchen Anlässen blicken lassen dürfen. Gegen sie wird ein dreijähriges gesamtschweizerisches Stadion- und ein Rayon-Verbot ausgesprochen.

Brandlöcher für 1500 Franken

Etwa 1500 Franken kostet laut Vollmer die Reparatur der Brandlöcher, die die Pyrofackeln am Boden und auf den Sitzplätzen angerichtet hatten. Diesen Betrag, zusammen mit den Verfahrenskosten und einer Busse der Nationalliga, müssen die beiden Flyer-Fans übernehmen.

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