QL und Gimma: Das Video, das sich Viva nicht zu zeigen traute
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QL und Gimma: Das Video, das sich Viva nicht zu zeigen traute

Seit Freitag zeigt Viva den «Bäng wie gäng»-Clip von QL, featuring Gimma in «zensierter» Form. Im Klartext: Die zwei nackten Frauen dürfen am Schluss nicht mehr aus der Torte steigen.

In ältester Rolling-Stones-Manier haben der Schweizer Rapper Gimma und seine Funpunk-Kollegen von QL ihr Skandälchen gebastelt. Man nehme: nackte Frauen - und setze sie so in einem Videoclip ein, dass irgendjemand sagt, «das zeigen wir nicht!». Gesagt, getan, geschafft. Viva sagte prompt njet. Die Nackten, die aus der Torte steigen, mussten entfernt werden, und ausserdem wurde die Szene herausgeschnitten, die Gimma zeigt, wie er eine Blondine auf der Wurstplatte vernascht. Jetzt wurde die entschärfte Version nachgeliefert - et voilà: Da ist der neue, gut promotete Song, der so Radio-, Fernseh- und Downloadtauglich ist, dass sich am Schluss nur noch alle fragen: War da was?

Was noch war? Tja, der unzensierte Director's Cut, der nun auf 20minuten.ch exklusiv zu begutachten ist. Achtung: Es sind sekundäre Geschlechtsmerkmale und eine Wurstplatte zu sehen! Aber das wissen Sie ja bereits ...

Zum Video ...

The Rolling Stones machten es vor: Wie es sich für eine Rock'n'Roll-band gehört, markierten die Stones stets die harten Jungs, die sich nicht durch Zensur klein kriegen liessen. In Wahrheit waren sie aber zum Kompromiss bereit – zumal das Gerede über suggestive Songtexte ihre Plattenverkäufe anheizte. 1967 wollte der TV-Showmaster Ed Sullivan nicht, dass der Song «Let's Spend the Night Together» mit Originaltext vorgetragen wurde. Medienwirksam ennervierten sich die Stones darob – der Skandal war perfekt: Würden die Stones in der «Ed Sullivan Show» auftreten oder nicht? Der Song wurde ein Hit und die Stones lenkten ein: Mick Jagger sang am US-Fernsehen «let's spend some time together».

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