Quälende Tierversuche verbieten
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Quälende Tierversuche verbieten

Tierschutzorganisationen fordern ein Verbot von belastenden Tierversuchen an Affen und Transparenz über die staatlich finanzierten Forschungsprojekte mit Tierversuchen.

Entsprechende Vorstösse im Parlament seien für die Frühjahressession vorgesehen, teilten die Organisationen am Donnerstag in Bern mit.

Für den Schweizer Tierschutz (STS) sind schwerbelastende Tierversuche an Primaten wegen ihrer Nähe zum Menschen ethisch nicht vertretbar. Jährlich würden Hunderte von Affen für die biomedizinische Forschung sterben, auch an wissenschaftlich fragwürdigen Experimenten. Die gesetzlich verankerte Güterabwägung zwischen Nutzen für die Forschung und Leiden des Tieres müsste nach Ansicht des STS belastende Tierexperimente insbesondere an hoch entwickelten Affen verbieten.

Als stossend bezeichneten die Organisationen auch die mangelnde Transparenz über die genehmigten Forschungsprojekte. Zwar werde Grundlagenforschung staatlich und somit zu einem erheblichen Teil mit Steuergeldern finanziert. Doch nicht einmal die oberste Aufsichtsbehörde beim Bundesamt für Veterinärwesen sei davon unterrichtet, wie und zu welchem Zweck die finanzierten Tierexperimente durchgeführt würden, kritisierte Franz P. Gruber vom Fonds für versuchsfreie Forschung (FFVFF) gemäss Redetext. Für die Organisationen ist hier das Amtsgeheimnis nicht angebracht. Sie fordern zumindest die Offenlegung der bewilligten Tierversuche.

Um diesen Bestrebungen auf nationaler Ebene zum Durchbruch zu verhelfen, kündigte die Zürcher SP-Nationalrätin Barbara Marty Kälin parlamentarische Vorstösse in der Frühjahressession an. In den vergangenen Kommission-Diskussionen um das nun revidierte Tierschutzgesetz ist das Verbot von schwerbelastenden Versuchen laut Marty Kälin chancenlos geblieben. (dapd)

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