Köbi Kuhn: «Quali wäre schönstes Geschenk»
Aktualisiert

Köbi Kuhn«Quali wäre schönstes Geschenk»

Köbi Kuhn hat allen Grund zum Feiern: Der Ex-Naticoach wird heute 66 Jahre alt. Am sehnlichsten wünscht sich Kuhn zum Geburtstag, dass die Nati das Ticket für Südafrika löst.

von
Andy Huber

Köbi Kuhn, wie haben Sie den 3:0-Sieg der Schweiz in Luxemburg erlebt?

Köbi Kuhn (schmunzelt): Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich die Partie nicht gesehen habe.

Weshalb nicht?

Ich war an der Geburtstagsparty von meinem Ex-Präsidenten Sven Hotz (Sven Hotz war bis Dezember 2006 20 Jahre lang Mäzen des FCZ, Red.) im Dolder-Grand-Hotel in Zürich. Er wird zwar erst am Montag 80, machte die Party aber schon am Samstag. Es war ein wunderbarer, unvergesslicher Abend.

Sie haben am gleichen Datum wie Hotz Geburtstag und werden 66 Jahre alt – was wünschen Sie sich?

Natürlich Gesundheit – die ist ja nicht selbstverständlich. Und sportlich gesehen wäre die WM-Quali der Schweizer Nati am Mittwoch gegen Israel natürlich das schönste Geschenk. Ich werde jedenfalls in Basel dabei sein.

Ein Punkt reicht der Nati für das Ticket nach Süd­afrika. Wie geht man in ein solches Spiel?

Man darf nicht auf ein Unentschieden spielen. Die Schweiz hat die Klasse, um Israel zu schlagen. Und das muss das Ziel sein. Auch wenn der Gegner praktisch keine Chancen mehr auf eine Qualifikation hat, wird er uns nichts schenken. Dafür sind die Israeli zu stolz.

Darf man fragen, wie es Ihrer Frau Alice geht, die kurz vor der EM 2008 einen epileptischen Anfall erlitten hatte und danach lange im Koma lag?

Es geht ihr täglich besser. Aber wir müssen Geduld haben. Nächstes Jahr erfüllen wir uns einen Traum und werden an die WM nach Südafrika reisen. (Lacht) Und dort werden wir meinen ehemaligen Spielern vor Ort fest die Daumen drücken.

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