Aktualisiert 21.02.2011 08:29

Narkosemittel versagtQualvolle Hinrichtungen in den USA

Laut Bürgerrechtsgruppen erlitten drei Menschen bei ihrer Hinrichtung grauenvolle Qualen, weil das Narkosemittel versagt habe. Die Hingerichteten seien bei Bewusstsein geblieben.

Das Narkosemittel Thiopental soll laut Bürgerrechts-Aktivisten bei mehreren Hinrichtungen versagt haben.

Das Narkosemittel Thiopental soll laut Bürgerrechts-Aktivisten bei mehreren Hinrichtungen versagt haben.

Britische Menschenrechtsorganisationen klagen über drei Hinrichtungen in den USA. Im Oktober seien bei einer Hinrichtung mit der Giftspritze in Arizona die Augen des Verurteilten geöffnet geblieben, sagte der Anwalt und Zeuge Dale Baich am Sonntag in London. Dies deute darauf hin, dass das verwendete Narkosemittel Thiopental versagte und der Mann unter furchtbaren Qualen starb.

Reprieve zählte insgesamt drei Fälle auf, bei denen die Hingerichteten zunächst offenbar bei Bewusstsein blieben. In allen drei Fällen sei das Thiopental von der britischen Firma Dream Pharma geliefert worden.

Die Firma liefert das Mittel an die US-Bundesstaaten Kalifornien, Georgia, South-Carolina, Arkansas und Arizona, seit in den USA die Bestände aufgebraucht sind. Reprieve bereitet nun nach eigenen Angaben eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof vor, um Dream Pharma zu zwingen, die von ihr gelieferten Narkosemittel zurückzuholen.

(sda)

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