Basel – Quartierläden vertickten verbotene Lachgasballons
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BaselQuartierläden vertickten verbotene Lachgasballons

In Basel verkauften mehrere Quartierläden Lachgasballone ans Partyvolk. Das Gesundheitsdepartement hat in einem Fall ein Verkaufsverbot verfügt, vier Läden gaben an, vor Kurzem den Verkauf freiwillig eingestellt zu haben.

von
Lukas Hausendorf
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In Basel haben mehrere Quartierläden Lachgasballone verkauft. Das Kantonslabor hat im Auftrag des Gesundheitsdepartements nun mehrere Shops kontrolliert.

In Basel haben mehrere Quartierläden Lachgasballone verkauft. Das Kantonslabor hat im Auftrag des Gesundheitsdepartements nun mehrere Shops kontrolliert.

imago images/Levine-Roberts (Symbolbild)
Dabei wurden die Kontrolleure des Kantonalen Laboratoriums in einem Laden fündig. Vier weitere Läden hätten zugegeben, bis vor Kurzem Lachgas verkauft zu haben.

Dabei wurden die Kontrolleure des Kantonalen Laboratoriums in einem Laden fündig. Vier weitere Läden hätten zugegeben, bis vor Kurzem Lachgas verkauft zu haben.

imago images / Hollandse Hoogte (Symbolbild)
Die gewerbliche Abgabe von Lachgas zur Inhalation durch Menschen ist in der Schweiz verboten.

Die gewerbliche Abgabe von Lachgas zur Inhalation durch Menschen ist in der Schweiz verboten.

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Darum gehts

  • Mehrere Basler Quartierläden verkauften Lachgasballone.

  • Das Kantonslabor hat nach Hinweisen 31 dieser Shops kontrolliert.

  • Ein Laden wurde mit einem Verkaufsverbot belegt.

Seit dem tödlichen Autounfall in Arisdorf am 13. November wird in der Region Basel über Lachgas geredet. Ballons mit dem berauschenden Gas haben mutmasslich den fatalen Unfall verursacht, der Lenker (18) wurde durch die Inhalation vermutlich ohnmächtig und verlor so die Kontrolle über seinen AMG. Ein 18-jähriger Beifahrer starb, die anderen vier Insassen überlebten. Das Lachgas hatten sie zuvor in einer einschlägig bekannten Basler Bar erworben.

Das Basler Gesundheitsdepartement reagierte in der Folge mit grossangelegten Kontrollen. Vergangenes Wochenende wurden deswegen drei Bars verzeigt. In der Folge erhielt das Gesundheitsdepartement Hinweise, dass auch Quartierläden in diesem Geschäft mitmischen und kontrollierte am Mittwoch und Donnerstag 31 dieser Shops. Dabei wurden die Kontrolleure des Kantonalen Laboratoriums in einem Laden fündig.

Vier weitere Läden hätten zugegeben, bis vor Kurzem Lachgas verkauft zu haben. Aufgrund der Medienberichte vom vergangenen Wochenende hätten sie aber eigenständig die Ware aus dem Verkaufssortiment genommen, gaben sie an. Die Shop-Betreiber behaupten, dass sie von Lieferanten aktiv angegangen worden seien, Lachgas in ihr Sortiment aufzunehmen. Dabei soll es sich vor allem um Druckgasflaschen mit dem Warenzeichen «Exotiv Whip» gehandelt haben, deren Inhalt für die Abfüllung von rund 40 Ballonen ausreicht.

Das Kantonale Laboratorium hat angekündigt, weitere Ermittlungen durchzuführen, um die Lieferanten zu identifizieren und rechtlich zu verfolgen. Die gewerbliche Abgabe von Lachgas zur Inhalation durch Menschen ist in der Schweiz verboten.

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