Luzerner Künstlerduo gestaltet dreidimensionale Hausfassaden - Queenkong bringen Farbe nach Hamburg

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Luzerner Künstlerduo gestaltet dreidimensionale HausfassadenQueenkong bringen Farbe nach Hamburg

Das Luzerner Künstlerduo Queenkong wird die Gestaltung der Fassaden des Hotels Villa Viva in Hamburg übernehmen. Der Profit des Hotels soll an Trinkwasserprojekte gehen.

von
Astrid Winiker
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Adern, Flüsse und Wurzeln symbolisieren die Verbundenheit von allem. Mit diesem Konzept hat das Künstlerduo Queenkong den Wettbewerb der Non-Profit-Organisation Viva con Agua zur Gestaltung des Hotels Villa Viva für sich entscheiden können.

Adern, Flüsse und Wurzeln symbolisieren die Verbundenheit von allem. Mit diesem Konzept hat das Künstlerduo Queenkong den Wettbewerb der Non-Profit-Organisation Viva con Agua zur Gestaltung des Hotels Villa Viva für sich entscheiden können.

Queenkong
Das Künstlerduo Queenkong sind Veronika und Marco Schmid aus Luzern.

Das Künstlerduo Queenkong sind Veronika und Marco Schmid aus Luzern.

Queenkong/ Herbert Zimmermann
Die Gestaltung der drei Aussenfassaden des Hotels wird experimentell angegangen werden: «Gewisse Teile werden gestanzt und gelasert, bei anderen werden die Oberflächen eingefärbt.» So wird ein dreidimensionales Bild entstehen. Je nachdem, wo man stehen wird, könne man etwas anderes sehen.

Die Gestaltung der drei Aussenfassaden des Hotels wird experimentell angegangen werden: «Gewisse Teile werden gestanzt und gelasert, bei anderen werden die Oberflächen eingefärbt.» So wird ein dreidimensionales Bild entstehen. Je nachdem, wo man stehen wird, könne man etwas anderes sehen.

Queenkong

Darum gehts

  • In Hamburg wird ein neues Hotel der Non-Profit-Organisation Viva con Agua gebaut.

  • Für die Gestaltung der Fassaden wurde das Luzerner Künstlerduo Queenkong ausgewählt.

  • Die Fassaden werden nicht traditionell bemalt, weil sie aus drei verschiedenen Ebenen bestehen. Gefragt ist darum eine kreative und experimentelle Gestaltung.

In Hamburg hat der Spatenstich zum Bau der Villa Viva am 12. Juli stattgefunden. Es soll ein soziales Gasthaus entstehen, dessen Profit weltweit an Trinkwasserprojekte gehen soll. Das Luzerner Künstlerduo Queenkong sorgt für die künstlerische Gestaltung der Fassaden des dreieckigen Hauses.

Wurzeln, Flüsse und Adern symbolisieren Verbundenheit

Flüsse, Adern und Wurzeln werden zum Blickfang der Gebäudefassaden in der Deutschen Grosstadt. Hinter dem Duo Queenkong stehen Veronika und Marco Schmid. Er erklärt die Idee dahinter: «Wurzeln bringen Nahrung und Wasser zu den Pflanzen. Adern machen dies für uns Menschen und die Flüsse bringen das überlebenswichtige Wasser wiederum zu uns Menschen.» Die Motive sollen aber nicht nur sauberes Trinkwasser symbolisieren: «Alles ist miteinander verbunden. Sowie Viva con Agua uns mit den Drittweltländern verbindet, so sind Wurzeln und Flüsse mit Adern, also Menschen verbunden. Auch wir Künstlerinnen und Künstler sind in Hamburg vernetzt und haben dort Wurzeln geschlagen. Das Bild symbolisiert somit auch unsere Vernetzung mit der Stadt und Viva con Agua.»

Experimentelle Gestaltung der dreidimensionalen Fassaden

Die Gestaltung der Fassaden sei sehr komplex, denn die Fassaden werden nicht flach: «Die Fassaden sind sozusagen dreidimensional, sie bestehen aus drei Ebenen, welche zusammenspielen. Der unterste Teil ist ein Unterspann, danach kommt ein Lochblech und zum Schluss kommen herausstehende Trapez-Lamellen», so Marco Schmid weiter. Je nachdem, wo man vor dem Gebäude stehen werde, wird man etwas anderes sehen. Das ist laut Veronika Schmid eine grosse Herausforderung. Es sei keine normale Herangehensweise an die Gestaltung der Fassaden, denn diese werden nicht wie sonst üblich bemalt. «Das Hotel mit 12,5 Stockwerken wird nicht von uns direkt bemalt. Die zu montierenden Einzelteile werden im voraus entwickelt und produziert», so Marco Schmid weiter.

Mit welchen Mitteln genau das Gemälde am Schluss umgesetzt wird, ist noch unklar, denn es werden die unterschiedlichsten Materialien für dieses Projekt zum Einsatz kommen. Gewisse Teile werden gestanzt und gelasert, bei anderen werden die Oberflächen eingefärbt. Das experimentelle Vorgehen würde man stetig anpassen. Dafür wird das Duo laufend mit den Projektverantwortlichen aus Hamburg und den Architekten in Kontakt sein. Veronika Schmid: «Wir rechnen damit, dass der Bau des Gebäudes ungefähr zwei Jahre dauern wird. Voraussichtlich wird es 2023 fertiggestellt.» Das Künstlerduo Queenkong wird mit der Gestaltung der Fassade einen langjährigen Eindruck hinterlassen: «Dieses Projekt ist ein grosser Meilenstein für unsere Kunst und wir freuen uns, dass sie jahrelang besichtigt werden kann.»

Kreativität für eine nachhaltige Zukunft

Das Duo freut sich über den Auftrag. Vor einem Jahr hatte Queenkong einen Wettbewerb der Organisation Viva con Agua mit ihrem Konzept für sich entschieden. Die Non-Profit-Organisation Viva con Agua setzt sich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser ein. Die Villa Viva in Hamburg ist das jüngste Projekt. Das Gebäude wird nach der Fertigstellung rund 300 Betten anbieten. Auch im Inneren des Hotels wird es Platz für Art Rooms geben, die von verschiedenen Künstlern gestaltet werden. Mit den Besuchen der Gäste werden verschiedene Projekte unterstützt: «Mit jeder Übernachtung spendet man Geld an weltweite Trinkwasserprojekte», heisst es in einer Mitteilung von Viva con Agua. «Eine nachhaltige Zukunft braucht kreative Lösungen», so Benjamin Adrion, Gründer von Viva con Agua, weiter in der Mitteilung. Mit der Villa Viva soll gezeigt werden, dass soziales Wirtschaften gleichzeitig nachhaltig und erfolgreich sein kann. Kurzum: Viva con Agua will Maßstäbe setzen, neue Wege gehen und damit Menschen für den sozialen Wandel inspirieren.

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