Aktualisiert 27.06.2014 10:38

QuartierwahlQuo vadis, Schweizer Nati?

Wohin des Weges für die Nati? Für einmal ist diese Frage völlig wertfrei zu verstehen. Mit der Achtelfinal-Qualifikation kommen logistische Fragen auf den SFV zu.

von
S. Compagno und E. Tedesco, Porto Seguro

Es wurde spät, bis die Schweizer Nati nach dem 3:0 gegen Honduras zurück in ihrer Basis in Porto Seguro war. Erst am Donnerstagmorgen um 02.30 Uhr war die kleine Festgesellschaft zurück. Im Flieger sei es hoch zu und her gegangen, erzählt Josip Drmic: «Es gab laute Musik, einige haben getanzt. Und ja, es wurden auch einige alkoholische Getränke gereicht.» Im Resort «La Torre» wurden die WM-Achtelfinalisten dann von der Hotel-Crew mit einem Aperitiv überrascht.

Am Freitag haben die Spieler einen freien Tag. Kein Training, kein Programm, einfach die Seele baumeln lassen. Derweil laufen im Hintergrund die Vorbereitungen auf den Achtelfinal gegen Argentinien. Die vorrangige Frage: Was macht die Nati mit ihrem Camp in Porto Seguro? Mit der K.o.-Runde dürfen die 16 verbliebenen Nationalteams sogenanntes Venue-Hopping betreiben.

Venue-Hopping

Für die Schweizer Nati würde das bedeuten: Abschied aus der freundlichen Kleinstadt im Bundesstaat Bahia. Nicht nur die Mannschaft würde am Sonntagnachmittag nach São Paulo fliegen, wo es am Dienstag gegen Argentinien geht, sondern auch der grösste Teil des Materials, insgesamt knapp vier Tonnen Ware. Der Rest könnte später in die Heimat verschifft werden. «Das müssen wir uns gut überlegen. Logistisch ist das kein einfaches Unterfangen», sagt SFV-Medienchef Marco von Ah.

Im Falle eines Ausscheidens wäre die Delegation des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) auf diese Weise rasch in Zürich. Und im Falle eines Sensationssieges gegen Argentinien würde sie nicht zurück nach Porto Seguro reisen, sondern direkt weiter nach Brasilia, wo der Viertelfinal ansteht. Die Hauptstadt mit ihrer Lage auf 1200 Meter über Meer bietet auch klimatisch neue Anforderungen. So litten im Spiel gegen Ecuador einige Spieler an der doch deutlich sauerstoffärmeren Luft als am Südatlantik in Porto Seguro. Ein paar Tage zur Akklimatisierung könnten hier helfen. Aber das sind derzeit erst Planspiele. Zuerst kommen São Paulo und der Achtelfinal?

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