Raab erhält Grimme-Preis
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Raab erhält Grimme-Preis

TV-Moderator Stefan Raab erhält den Adolf-Grimme-Preis, den wichtigsten deutschen Medienpreis, in der Kategorie «Spezial» und damit den einzigen Preis, der in diesem Jahr an einen Privatsender geht.

Prämiert wird Raabs «TV Total»-Spezial «SSDSGPS - Ein Lied für Istanbul». Darin hatte Raab im Frühjahr 2004 einen Gesangswettbewerb nach dem Motto «Stefan Sucht Den Super-Grand-Prix-Star» initiiert, wie der Onlinedienst netzeitung meldet.

Der 23-jährige Max Mutzke setzte sich als Sieger durch und gewann auch den Vorentscheid zum Eurovision Song Contest und vertrat Deutschland beim Finale in Istanbul.

Die Begründung der Grimme-Jury lautet wortgemäss: «Bei Stefan Raabs Wettbewerb herrscht Spass vor, der nicht herrschsüchtig ist, es geht charmant-chaotisch zu, mit Lust und Laune wird das Kind im Menschen offenbar, man wird höchst vergnügsam unterhalten, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Und dabei kommt unterm Strich gute Popmusik heraus. Das ist einfach sympathisch, das ist junges, frisches Fernsehen auf der Höhe der Zeit, das ist in der immer stromlinienförmigeren TV-Landschaft wahrlich eine Leistung, das ist Stefan Raab.»

Aber auch kritische - wenn auch nur leise - Töne muss sich Raab von der Jury gefallen lassen: «Stefan Raab ist mehr als ein Moderator, der im Privatfernsehen den Clown, ja, manchmal auch den verbalen Hooligan gibt. Dass er zu anderem in der Lage ist, hat er (...) mit (...) seinem TV-Gesangswettbewerb (...) bewiesen», wie es weiter heisst. (sda)

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