Aktualisiert 19.10.2012 14:42

SchlussstrichRabobank kehrt dem Radsport den Rücken

Nach 17 Jahren ist Schluss: Die holländische Bank Rabobank zieht sich Ende Jahr als Hauptsponsor aus dem Radsport zurück. Grund dafür sind Dopingenthüllungen.

Wegen der Dopingenthüllungen der vergangenen Tage zieht sich Rabobank zum Jahresende aus dem Radsport zurück. Wie das Team auf seiner Website mitteilte, wird das Engagement der holländischen Bank als Hauptsponsor zum 31. Dezember enden.

Allerdings soll der Rennstall bestehen bleiben und die Verträge mit den Fahrern aufrechterhalten werden, wie das Team klarstellte. Die Finanzierung der Mannschaft werde 2013 weitergehen, die Fahrer aber voraussichtlich ohne Sponsorenlogo auf den Trikots antreten.

Armstrong ist Schuld

«Uns tut das Herz weh, aber für die Bank war das ein unvermeidlicher Entscheid», sagte Bert Bruggink von der Rabobank. «Wir sind nicht mehr überzeugt, dass der Profiradsport zu einem sauberen und fairen Sport werden kann.» Rabobank ist seit 17 Jahren im Eliteradsport aktiv und damit einer der ältesten Sponsoren. In der abgelaufenen Saison errang Luis León Sánchez (Sp) für die holländische Sportgruppe unter anderem einen Etappensieg an der Tour de France und deren zwei an der Tour de Romandie.

Nach den Enthüllungen um Lance Armstrongs offenkundig jahrelangen Dopingbetrug war erst am Donnerstag ein Rabobank-Fahrer ins Visier der Dopingjäger geraten. Gegen den Spanier Carlos Barredo wurde ein Verfahren wegen einer Unregelmässigkeit in seinem Blutpass eröffnet. (si)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.