Rache ist süss: Ribéry attackiert Kahn
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Rache ist süss: Ribéry attackiert Kahn

Ottmar Hitzfelds «Irrenhaus» ist nah: Bayerns Torhüter Oliver Kahn kritisierte zuletzt seine Mitspieler. Franck Ribéry lässt sich das nicht gefallen und schiesst zurück: «Kahn muss auch Marseille oder Florenz respektieren.»

Am Wochenende wurde Franck Ribéry in seiner Heimat Frankreich zum Spieler des Jahres gekürt - nicht zuletzt dank seinen Leistungen bei Bayern München. Allerdings sahen Ribéry nicht alle in guter Form, so kritisierte Bayern-Goalie Kahn zuletzt den Franzosen und Luca Toni scharf: «Bayern ist nicht Marseille oder Florenz» oder «zwei, drei gute Spiele pro Saison reichen nicht», polterte der Titan. Für Ribéry kamen die Anschuldigungen überraschend: «Viele Fans haben gesehen, was ich bringe, er allein hat das anders gesehen. Ich war überrascht über die Art und Weise, wie das passiert ist», so der 24-Jährige am Rande der Ehrung im französischen Fernsehen. Dabei rettete er auch gleich noch die Ehre seines ehemaligen Klubs Olympique Marseille: «Der FC Bayern ist ein grosser Klub, aber Kahn muss auch Vereine wie Marseille oder Florenz respektieren.»

Doch Ribéry nutzt die Gelegenheit gleich noch zum Rundumschlag: «Am Anfang waren alle gut drauf», aber in letzter Zeit ist hier zu viel geredet worden, zu viel Panik gemacht worden», so sein Vorrundenfazit. Dabei zielt er vor allem auf die Medien und die Führungsetage der Bayern ab: «Wir sollten einfach alle unseren Job machen.» Ob er da wohl Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge meinte?

Auch Klose übt Kritik

Ribéry vermisst zudem einen Chef in der Mannschaft. Gegenüber «spox.com» verriet er: «Ich sehe zur Zeit keinen Spieler, der die Mannschaft dirigiert oder auf den Tisch haut, wenn es schlecht läuft.» Die dicke Luft hat sich bei den Bayern also nicht verzogen. Schon am Sonntag beschwerte sich Miroslav Klose über Mannschaftskollegen. Er habe das Gefühl, dass den jungen Spielern das Bild in der Öffentlichkeit zu wichtig sei. Bei einigen würde es eine Rolle spielen, «ob sie nun mit einem Skoda, Audi A3 oder was weiss ich zum Training vorfahren», beschwerte er sich im «Spiegel» und kam zum Fazit: «Da fehlen mir die Worte.»

Trotz den Aussagen Ribérys muss der Franzose aber nicht mit einer Strafe rechnen. Trainer Ottmar Hitzfeld hat angekündigt, dass es keine weiteren Strafen geben werden, denn der Fall sei mit der Entschuldigung von Kahn an Ribéry abgeschlossen.

(fox)

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