Aktualisiert

Rache war Motiv für Geiselnahme

Persönliche Rachegelüste waren vermutlich das Motiv für die blutige Geiselnahme in einem Kindergarten in Kambodscha.

Dabei war ein dreijähriger Junge erschossen worden. Wie die kambodschanische Polizei am Freitag mitteilte, wollte der 23-jährige Anführer der Geiselnehmer die Kinder seines früheren Arbeitgebers in seine Gewalt bringen. Er hatte früher als Fahrer für einen koreanischen Restaurantbesitzers gearbeitet und fühlte sich von diesem schlecht behandelt.

Als die Kriminellen bei ihrem Überfall auf die internationale Schule in der Touristenhochburg Siem Reap die koreanischen Kinder nicht ausfindig machen konnten, nahmen sie etwa 30 andere als Geiseln. Weil der dreijährige Junge aus Kanada zu laut weinte, wurde er erschossen, teilte ein Polizeisprecher weiter mit.

Beim Zugriff der Sicherheitskräfte wurden die vier Geiselnehmer, darunter drei Teenager, verletzt. Am Freitag meldete die Polizei die Festnahme eines weiteren Mannes, der den Überfall auf die Schule mit vorbereitet haben soll, bei der Geiselnahme aber nicht dabei war.

Der Haupttäter sagte unterdessen aus, er sei von seinem Arbeitgeber geschlagen worden. Daraufhin sei er in die 250 Kilometer entfernte Hauptstadt Phnom Penh gefahren, habe sich eine Pistole besorgt und sei nach Siem Reap zurückgekehrt, um Rache zu nehmen.

Die überfallene Schule liegt in der Nähe der berühmten Tempelanlagen von Angkor Wat, dem Touristenzentrum im Norden des Landes. Unter den Kindern waren Australier, Briten, Japaner und Koreaner.

(sda)

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