Aktualisiert 22.04.2014 13:48

Mitten in Zürich-NordRadar angezündet – um Freundin zu schützen

Nachdem seine Freundin (18) im Zürcher Kreis 11 mit 100 statt 50 km/h geblitzt worden war, zündete ihr Freund (18) den Radar an. Doch er hatte Pech – die Daten waren noch da.

von
rom
Der Radarkasten an der Regensbergstrasse im Zürcher Kreis 11, als er noch funktionierte.

Der Radarkasten an der Regensbergstrasse im Zürcher Kreis 11, als er noch funktionierte.

In der Nacht auf den Ostersamstag rückten Polizisten wegen eines brennenden Radargeräts an die Regensbergstrasse im Kreis 11 aus. Der Brand konnte durch die Feuerwehr rasch gelöscht werden, wie die Stadtpolizei Zürich am Dienstag mitteilte. Es entstand jedoch Sachschaden von mehreren zehntausend Franken. Trotz der starken Beschädigungen wurden die Daten nicht zerstört und konnten von Spezialisten der Stadtpolizei gesichert werden. Für die Spurensicherung wurden auch das Forensische Institut Zürich und ein Brandermittler der Kantonspolizei Zürich aufgeboten.

Die Auswertung der Bilder ergab, dass einige Stunden zuvor ein Auto die Messzone mit rund 100 km/h passiert hatte. Die weiteren polizeilichen Abklärungen führten daraufhin zu einer 18-jährigen Frau. Zur Befragung wurde sie auf eine Wache geführt. Sie zeigte sich geständig, das Auto gelenkt zu haben. Deshalb beschlagnahmte die Polizei ihren Führerausweis und erstattete Anzeige.

Anzeige wegen Brandstiftung

Weitere Ermittlungen im Zusammenhang mit der Brandstiftung führten schliesslich zu ihrem gleichaltrigen Freund. Er wurde festgenommen und gab gegenüber der Polizei zu, die Radaranlage in Brand gesetzt zu haben, um damit seine Freundin zu schützen. Der junge Mann wurde gleichentags entlassen. Er wird nun wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung bei der Staatsanwaltschaft erscheinen müssen.

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