François de Siebenthal – Bekannter Massnahmengegner liegt mit Covid auf Intensivstation
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François de SiebenthalBekannter Massnahmengegner liegt mit Covid auf Intensivstation

François de Siebenthal ist in der Westschweiz eine schillernde Figur. In der Pandemie trat er als radikaler Gegner der Corona-Politik des Bundes in Erscheinung. Nun soll er sich mit dem Coronavirus infiziert haben und ins künstliche Koma versetzt worden sein.

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François de Siebenthal trat in der Corona-Pandemie als radikaler Massnahmen- und Impfgegner in Erscheinung.

François de Siebenthal trat in der Corona-Pandemie als radikaler Massnahmen- und Impfgegner in Erscheinung.

Yvain Genevay / Tamedia
Der 66-Jährige ist in der Westschweiz eine schillernde Figur.

Der 66-Jährige ist in der Westschweiz eine schillernde Figur.

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Darum gehts

  • Der Waadtländer François de Siebenthal (66) ist ein radikaler Gegner der Corona-Politik des Bundes.

  • Er bezeichnete Covid-19 als Grippe, lehnte die Impfung ab und wollte die Swiss-Covid-App bodigen.

  • Nun soll der Massnahmengegner wegen einer Covid-Infektion auf einer Intensivstation liegen.

Der Waadtländer François de Siebenthal hatte die Vollgeld-Initiative lanciert, die 2018 vom Volk mit über 75 Prozent der Stimmen abgelehnt wurde. In der Corona-Pandemie trat der 66-Jährige als radikaler Gegner der Corona-Politik des Bundes in Erscheinung, und lehnte auch die Impfung vehement ab. Ebenso lancierte er eine Initiative gegen die Swiss-Covid-App. Seiner Meinung nach ist Covid-19 nicht schlimmer als eine Grippe.

Wie «Le Matin» berichtet, hat sich der ausgebildete Ökonom mit dem Coronavirus infiziert und liegt zurzeit auf einer Intensivstation. «Während das Team von ‹Mise au Point› ihn für eine Reportage interviewen sollte, ging François de Siebenthal seit einer Woche nicht mehr ans Telefon», heisst es auf der Website von RTS.

«Er befindet sich im künstlichen Koma»

Laut einem Angehörigen des 66-Jährigen, der für dieselbe Sendung kontaktiert worden sei, soll de Siebenthal derzeit auf der Intensivstation liegen. Er sei ins Koma versetzt worden, weil sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe. Der Angehörige sagt weiter: «François ist immer noch auf der Intensivstation in einem neuen Covid-Bereich. Er befindet sich im künstlichen Koma.»

Dem Waadtländer ist ein eigener Eintrag auf der Website Conspiracywatch gewidmet, die sich mit Verschwörungstheorien befasst und diese zu entkräften versucht. Die Betreiber und Betreiberinnen der Seite begründen den Eintrag von de Siebenthal damit , dass er zum Sprecher des Bürgerkomitees für ein Referendum gegen die Anwendung Swiss-Covid-App wurde, die er als «Staatsstreich» bezeichnete.

«François de Siebenthal führt einen radikalen Verschwörungsdiskurs»

Später traf man de Siebenthal regelmässig an der Seite der verschwörungstheoretischen Lehrerin Chloé Frammery oder des Aktivisten Gérard Scheller an. Im vergangenen Jahr hatten die Website Heidi.news und das TV Léman bleu eine Zusammenfassung der Stellungnahmen von François de Siebenthal erstellt und festgestellt, dass er «einen besonders radikalen Verschwörungsdiskurs führt, der Swiss-Covid, pädokriminelle Netzwerke, den Mossad und 5G miteinander verbindet».

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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