Schawinski auf Kurs: Radio 1 mit 110 000 Hörern pro Tag
Aktualisiert

Schawinski auf KursRadio 1 mit 110 000 Hörern pro Tag

Rund 110 000 Hörerinnen und Hörer pro Tag erreicht der Zürcher Privatsender Radio 1 nach 100 Sendetagen. Damit sei man gut unterwegs und habe die gesteckten Ziele erreicht, sagte Gründer Roger Schawinski.

Radio 24 schalten täglich 251 000 Personen ein, bei Radio Energy Zürich sind es 197 000 und bei Radio Zürisee 177 000.

Die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer bei Radio 1 beträgt 53 Minuten. Die Konkurrenten Radio 24 werden 58 Minuten gehört, Radio Zürisee 50 Minuten und Radio Energy Zürich 45 Minuten. Diese Zahlen zeigten, dass man bereits eine Stammkundschaft habe, so Schawinski.

«Nur für Erwachsene»

Das Durchschnittsalter der Radio-1-Hörenden liegt bei 46 Jahren. Bei Radio Zürisee beträgt es 44 Jahre, bei Radio 24 sind es 42 Jahre und bei Radio Energy Zürich 39 Jahre. Radio 1 sei also, wie angepeilt, das Radio mit der erwachsensten Kundschaft, hiess es am Donnerstag weiter. Der Marktanteil beträgt 1,1 Prozent.

Gemäss Schawinski muss bei den präsentierten Zahlen berücksichtigt werden, dass das Sendegebiet von Radio 1 viel kleiner sei als das der Konkurrenten. Das heutige Sendegebiet von Radio 1 umfasse 354 000 Einwohner. Somit sei es nicht einmal einen Drittel so gross wie dasjenige von Radio 24 und Radio Energy Zürich mit je 1 212 000 Personen.

Er hoffe jedoch, dass das Empfangsgebiet bald ebenso gross wie das der Konkurrenz sein werde. Der Entscheid des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) über die Vergabe der Konzessionen wird für Ende Sommer erwartet.

Die Hörerzahlen wurden zwischen am 17. März und 31. Mai von der Publicadata erhoben. Radio 1 nahm am 17. März auf der Frequenz von Radio Tropic den Betrieb auf.

Gelassenheit im Namensstreit

Noch immer ist der Streit um Namen und Slogan mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) nicht gelöst. «Radio 1» und sein Slogan «Nur für Erwachsene» empfinden die Deutschen als Plagiat und wollen vor Gericht gehen. Zudem darf nach Ansicht der Deutschen «Radio 1» auch nicht übers Internet verbreitet werden.

Wie Schawinski am Donnerstag sagte, nimmt er die ganze Angelegenheit gelassen. Erst kürzlich habe er wieder einen Vermittlungsbrief in der Namensangelegenheit abgeschickt. Nicht tolerierbar sei für ihn die Forderung bezüglich Internetverbreitung. (sda)

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