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Radio BE-1 zieht davon – Extra Bern will kämpfen

Radio Extra Bern steckt in der Klemme: Konkurrent BE-1 gewinnt Hörer und powert seit 100 Tagen mit einer neuen Morgenshow. Derweil verliert Extra Bern Hörer und wichtige Köpfe.

Immer mehr Berner hören Radio BE-1, immer weniger Extra Bern. Konkret: 107 000 Personen stellen täglich BE-1 ein, nur noch deren 78 000 Extra Bern.

«Zwischen 7 und 8 Uhr morgens haben wir in unserer Zielgruppe viermal mehr Hörer als Extra Bern» freut sich BE-1-Geschäftsführer Martin Freiburghaus. Die «lustigste Morgenshow für Bern» scheint anzukommen. «Wir sind mit den Zahlen zufrieden», sagt Freiburghaus. Doch alles, was gut ist, könne noch besser werden: «Jetzt wollen wir auch DRS 3 schlagen – und zwar in allen Bereichen», sagt er.

Schwieriger ist die Lage für Extra Bern: Morgenstimme und Aushängeschild Yvonne Hafner verlässt den Sender. Und auch beim Programmleiter gibts einen Wechsel: Frederik Stucki von Canal 3 übernimmt den Job. Doch bei Extra Bern, der einst klaren Nummer eins, gibt man sich kämpferisch. «Wir wollen wieder Leader werden», sagt Extra-Bern-Geschäftsleiter Marc Friedli. Darum wolle man jetzt eine sorgfältige Auslegeordnung machen. Schnellschüsse werde es keine geben. «Möglich sind aber personelle Auffrischungen in grösserem Rahmen», sagt er.

Andrea Abbühl

Extra-Bern-Hörer reden gerne mit

«Mit einem derart grossen Echo haben wir nicht gerechnet», sagt Radio Extra-Bern-Programmleiter Reto Wüthrich. Seit zwei Wochen können Radiohörer via Internet mitbestimmen, welcher Sound über den Äther geht. «Schon in den ersten Tagen haben sich Hunderte für unsere Hörer-Jury angemeldet», sagt Wüthrich. Als Anreiz für die Juroren verschenkt der Sender jede Woche aktuelle CDs.

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