Schaffhausen: Radioaktive Abfälle: Kein Lager gefunden
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SchaffhausenRadioaktive Abfälle: Kein Lager gefunden

Der Schaffhauser Regierungsrat ist mit der ersten Etappe auf der Suche nach einem Tiefenlager für radioaktive Abfälle erwartungsgemäss nicht zufrieden. Er verlangt, dass weiterhin alle sechs möglichen Standortregionen im Auswahlverfahren bleiben.

Die naturwissenschaftlich-technischen Erkenntnisse reichen nach Ansicht des Regierungsrates nicht aus, um die in der nächsten Etappe vorgesehene Reduktion der möglichen Standorte vorzunehmen. Zuerst müssten deshalb alle offenen Sicherheitsfragen gelöst werden, selbst wenn sich dadurch das Verfahren verzögere, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die Regierung fordert zudem, «vergleichbare Studien zur Wahrnehmung der Regionen» durchzuführen. Dabei müssten auch Fragen zum Image und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt gestellt werden.

Die Behörden des Kantons Schaffhausen sind seit 1983 gesetzlich dazu verpflichtet, sich mit allen rechtlichen und politischen Mitteln gegen Lagerstätten auf Kantonsgebiet zu wehren. Am vergangenen Montag beschloss der Kantonsrat zudem mit grosser Mehrheit, den Widerstand auf die angrenzenden Gebiete auszudehnen. (sda)

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