Wilderei in Südafrika - Radioaktive Hörner sollen Nashörner schützen
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Wilderei in SüdafrikaRadioaktive Hörner sollen Nashörner schützen

In diesem Jahr wurden bereits 249 Rhinozerosse wegen ihren Hörnern getötet. Nun haben Forscherinnen und Forscher eine Idee, wie der Wilderei das Handwerk gelegt werden kann.

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Bei Wilderern sehr begehrt: Nashörner in Afrika. (Archivbild)

Bei Wilderern sehr begehrt: Nashörner in Afrika. (Archivbild)

AFP/Tony Karumba
Mit einem Trick soll den Nashorn-Jägern das Handwerk gelegt werden.

Mit einem Trick soll den Nashorn-Jägern das Handwerk gelegt werden.

AFP/Tony Karumba
Die Forscherinnen und Forscher wollen ihnen eine radioaktive Flüssigkeit in die Hörner spritzen.

Die Forscherinnen und Forscher wollen ihnen eine radioaktive Flüssigkeit in die Hörner spritzen.

AFP/Tony Karumba

Darum gehts

  • Um in Südafrika Nashörner vor Wilderern zu schützen, wollen ihnen Forscherinnen und Forscher radioaktive Partikel in die Hörner spritzen.

  • So könnten auf Flughäfen die Hörner schnell entdeckt werden.

  • 2021 wurden bereits 249 Rhinozerosse getötet.

Im Kampf gegen die Nashorn-Wilderei in Südafrika prüfen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit einer Injektion von radioaktiven Partikeln in die Hörner der Tiere. Wie Forscherinnen und Forscher der Universität von Witwatersrand am Freitag mitteilten, könnte der Schmuggel der begehrten Hörner dadurch besser verhindert werden. Die Nashorn-Wilderei in Südafrika hat nach einem Rückgang während des Pandemiejahres 2020 zuletzt wieder deutlich zugenommen.

Den Wilderern geht es um die Hörner, die zwar wie etwa menschliche Fingernägel nur aus Keratin bestehen, aber in der traditionellen Medizin Asiens als Heilmittel gelten. Ausserdem werden die Hörner als Trophäen gehandelt, die als Sinnbild für Reichtum und Erfolg stehen.

Die Injektion einer kleinen Menge radioaktiven Materials in die Hörner der Tiere könnte nach Ansicht der Forscherinnen und Forscher viele Wilderer abschrecken. Der Schmuggel der Hörner würde dadurch leichter auffallen, erklärte der Nuklearforscher James Larkin. An Häfen und Flughäfen weltweit seien mehr als 11’000 Strahlendetektoren installiert, die das radioaktive Material in den Hörnern erkennen könnten.

2021 bereits 249 Nashörner getötet

Zwei Nashörner erhielten von den Forscherinnen und Forschern probeweise eine Injektion mit nicht-radioaktiven Isotopen, um zu testen, ob sich diese im Körper der Tiere verbreiten und ihre Gesundheit beeinflussen könnten. Mithilfe von Computermodellen soll ermittelt werden, welche Dosis an radioaktiven Partikeln für Nashörner angemessen ist.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 waren den Behörden zufolge mindestens 249 Rhinozerosse getötet worden – und damit mindestens 83 mehr als im Vorjahreszeitraum.

(AFP/chk)

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