GP von Belgien: Räikkönen holt ersten Saisonsieg für Ferrari
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GP von BelgienRäikkönen holt ersten Saisonsieg für Ferrari

Nach dem Grand Prix von Belgien in Spa hatten gleich drei Teams einen Grund zur Freude und zum Feiern: Ferrari, Force India und BMW-Sauber.

von
mon

Kimi Räikkönen holte für Ferrari den ersten Saisonsieg. Für Force India sicherte Giancarlo Fisichella gleich als Zweiter die ersten WM-Punkte. Und BMW-Sauber schaffte mit den Plätzen vier und fünf für Robert Kubica und Nick Heidfeld auf einen Schlag neun WM-Punkte, soviel wie zuvor in elf Rennen. Das Podest komplettierte Sebastian Vettel als Dritter. Sébastien Buemi zeigte ein unauffälliges Rennen und klassierte sich im 12. Rang.

In Spa begann das Rennen mit einem unfallfreien Start, obwohl Rubens Barrichello mit dem Brawn-Wagen schlecht wegkam. Doch dann touchierten sich in der Spitzkehre die Autos von Adrian Sutil und Fernando Alonso, ehe es nach der berühmt, berüchtigten Eau Rouge Passage und dem Bergaufstück richtig krachte: Der Genfer Romain Grosjean kollidierte im Renault dort mit Buttons Brawn-Boliden, und der 19-jährige Spanier Jaime Alguersuari kollidierte im Toro Rosso mit dem McLaren-Mercedes von Lewis Hamilton. Trümmer flogen durch die Luft. Doch der Belgien-Grand-Prix war damit bereits nach nur gut zwei Kilometern für den WM-Leader Button, Weltmeister Hamilton sowie Alguersuari und Grosjean gelaufen. So kurz hatte sich Neuling Grosjean, der bereits im Qualifying als 19. und Vorletzter enttäuschte, sein zweites Formel-1-Rennen wahrlich nicht vorgestellt.

Nach vier Runden hinter dem Safety Car wurde das Rennen sozusagen erneut gestartet. Dieses Mal mit fliegendem Start. Giancarlo Fisichella, der überraschend die Pole-Position geholt hatte, konnte dabei im Force India Mercedes Kimi Räikkönen nicht lange hinter sich halten. Der Finne profitierte in seinem Ferrari von Kers, dem Bremsenergie-Rückgewinnungssystem, das ihm per Knopfdruck zusätzliche PS liefert - und somit mehr Schub verleiht. Er hielt die Position bis zum Schluss.

Spa-Francorchamps. Grand Prix von Belgien:

1. Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari.

2. Giancarlo Fisichella (It), Force India-Mercedes 0,9 Sekunden zurück.

3. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 3,8.

4. Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber, 9,9.

5. Nick Heidfeld (De), BMW-Sauber, 11,2.

6. Heikki Kovalainen (Fi), McLaren-Mercedes, 32,7.

7. Rubens Barrichello (Br), Brawn GP-Mercedes, 35,4.

8. Nico Rosberg (De/Fi), Williams-Toyota, 36,2.

9. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 36,9.

10. Timo Glock (De), Toyota, 41,4.

11. Adrian Sutil (De), Force India-Mercedes, 42,6.

12. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari, 46,1.

13. Kazuki Nakajima (Jap), Williams-Toyota, 54,2.

14. Luca Badoer (It), Ferrari, 1:42,1.

Ausfälle: Jenson Button (Gb), Brawn GP-Mercedes. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes. Romain Grosjean (Sz/Fr), Renault. Jaime Alguersuari (Sp), Toro Rosso-Ferrari. Jarno Trulli (It), Toyota. Fernando Alonso (Sp), Renault.

LIVE-TICKER

mit Monika Brand

44. Runde: Kimi Räikkönen gewinnt den GP von Belgien! Giancarlo Fisichella wird Zweiter und holt damit die allerersten Punkte für Force India.

44. Runde: Räikkönen und Fisichella befinden sich auf der letzten Runde.

43. Runde: Barrichello versucht seine zwei Punkte ins Ziel zu retten. Doch von hinten kommen Rosberg und Webber.

42. Runde: Aus dem Heck von Barrichello steigt Rauch aus. Der Brawn-Pilot fährt zuerst ungehindert weiter, doch plötzlich fällt er zurück. Gibt es einen Doppelausfall für Brawn?

40. Runde: Noch fünf Runden. Kann Räikkönen seinen vierten Sieg in Belgien klar machen? Fisichella hat noch nicht aufgegeben...

39. Runde: Vettel fährt eine neue schnellste Runde.

36. Runde: Ja, es reicht dem Deutschen deutlich, den BMW-Sauber-Pilot zu überholen. Damit hat er Kubica vom Podest verdrängt.

36. Runde: Jetzt kommt auch Vettel rein. Kann er sich an Kubica vorbeischieben?

35. Runde: Heidfeld fährt mit 1:47,5 die schnellste Rennrunde. Webber fuhr unterdessen an die Box.

34. Fisichella gibt Gas: Er hat den Rückstand auf Räikkönen auf 0,7 Sekunden verkürzt.

34. Auch Rosberg hat seinen Boxenstopp absolviert.

33. Vettel bleibt noch draussen. Je länger er mit dem Boxenstopp wartet, desto grösser ist die Chance, dass er sich an Kubica vorbeischieben kann.

33. Heidfeld und Glock waren an der Box.

31. Die beiden Führenden Räikkönen und Fisichella kommen wie schon beim ersten Stopp gemeinsam an die Box. Der Ferrari-Pilot bleibt vorne.

30. Auch Buemi kommt zum zweiten Mal rein.

30. Runde: Kubica fährt zum zweiten Mal an die Box.

27. Runde: Alonso scheidet aus. Das Problem mit dem Rad beim Boxenstopp konnte wohl nicht zufriedenstellend gelöst werden.

24. Runde: Alonso fährt an die Box. Seine Crew hat grosse Probleme, ein Rad klemmt. Sekunden um Sekunden verstreichen, damit ist das Rennen für den Renault-Pilot wohl gelaufen.

23. Runde: Interessantes Phänomen: Bereits zum zweiten Mal in Folge fährt Ferrari-Ersatzpilot Badoer Bestzeit im ersten Abschnitt. Doch in der Folge verliert er dann stets 2 Sekunden im Mittelsektor. Doch das Ganze spielt keine Rolle im Kampf um die vordersten Plätze, Badoer ist Letzter.

22. Runde: Trulli muss das Rennen aufgeben. Nach Problemen beim Boxenstopp wird sein Auto in die Box gerollt. Schade für ihn, hatte er doch mit dem zweiten Platz im Qualifying gestern eine optimale Ausgangslage für das Rennen.

21. Runde: Buemi fährt an die Box.

18. Runde: Es gibt eine weitere Untersuchung - und zwar für die Kollision zwischen Button und Grosjean in der ersten Runde.

16. Runde: Webber erhält wie erwartet eine Durchfahrstrafe für die Behinderung von Heidfeld nach dem Boxenstopp.

16. Runde: Vettel fährt an die Box.

16. Runde: Es gibt eine Untersuchung im Fall Webber/Heidfeld. Es hat dem Toro Rosso also nichts genützt, den BMW-Sauber wieder vorbei zu lassen.

15. Runde: Heidfeld fährt wieder an Webber vorbei. Letzterer hat dem BMW-Sauber wohl den Vortritt gelassen, damit er nach seiner Aktion in der Boxengasse nicht bestraft wird.

14. Runde: Webber quetscht sich vor Heidfeld, ob wohl der schon auf der Fast-Line war. Heidfeld muss voll auf die Bremse treten. Das dürfte eine Untersuchung der Rennkommisäre nach sich ziehen.

14. Runde: Räikkönen, Fisichella, Heidfeld und Webber kommen an die Box.

13. Runde: Nick Heidfeld fährt die schnellste Rennrunde.

12. Runde: Nicht Fisichella ist der erste an der Box, sondern Kubica. Auch Glock ist reingekommen.

11. Runde: Die erste Boxenstopp-Serie wird wohl demnächst beginnen. Fisichella dürfte wohl einer der ersten sein, der reinkommt.

8. Runde: Räikkönen zieht vorne davon. Er liegt jetzt schon 1,4 Sekunden vor Fisichella. Letzterer verteidigt derzeit aber seinen zweiten Platz souverän gegenüber Kubica.

5. Runde: Räikkönen übernimmt die Führung! Den zweiten Angriff des Finnen kann Fisichella nicht abweheren. Er muss den Ferrari vorbeiziehen lassen.

5. Runde: Räikkönen greift an, doch Fisichella bleibt vorne.

5. Runde: Das Rennen wird jetzt fliegend neu gestartet. Der Safety-Car ist weg.

3. Runde: Fisichella konnte beim Start seine Pole verteidigen. Räikkönen und Kubica kamen am besten Weg und sind jetzt 2. und 3. Nick Heidfeld ist von Startplatz 3 auf den 6. Rang zurückgefallen.

3. Runde: Der Safety-Car bleibt noch eine Runde draussen.

1. Runde: Auch Alguersuari ist ausgeschieden. Er ist ein Opfer der Kettenreaktion nach Buttons und Grosjeans Crash.

1. Runde: Der Safety-Car muss eingreifen.

1. Runde: Crash von Hamilton. Und auch Grosjean und Button kollidieren und scheiden aus.

1. Runde: Ein turbulenter Start: Fisichella bleibt vorne, Kubica stösst auf Platz 2 vor und Barichello bleibt am Start stehen.

- Los gehts! Das Rennen läuft.

- Die Boliden begeben sich auf die Aufwärmrunde. In wenigen Minuten geht es los. Giancarlo Fisichella startet überraschenderweise von der Poleposition. Doch niemand weiss, wie schwer sein Wagen ist. Beim GP von Belgien sind ein, zwei oder drei Stopps möglich. Erfreulich aus Schweizer Sicht ist der dritte Startplatz von Nick Heidfeld im BMW-Sauber.

- Um 14 Uhr startet der GP von Belgien. 20 Minuten Online berichtet live.

Vor dem Rennen

Völlig überraschend steht der Italiener Giancarlo Fisichella mit seinem Force India beim GP von Belgien auf der Pole Position. Gut platzierten sich auch die BMW-Sauber-Fahrer: Nick Heidfeld als Dritter und Robert Kubica als Fünfter. Die Westschweizer Sébastien Buemi und Romain Grosjean enttäuschten als 16. und 19.

Bei 15 Grad und wechselhaftem Wetter, also typischen Verhältnissen für die Ardennen-Strecke von Spa, wollte Renault im Qualifying zeigen, das es mit dem Team steil aufwärts geht. Doch dann blieb Neuling Grosjean schon im ersten Abschnitt des dreiteiligen Qualifyings hängen. Und das als 19. und Vorletzter. Der Genfer, der in Spa seinen zweiten Formel-1-Grand-Prix fährt, verlor vor allem im zweiten, kurvigen Streckenteil jene sechs Zehntel, die ihm auf Platz 15 und das Weiterkommen fehlten. Grosjean erhielt damit den ersten Dämpfer in seiner noch sehr jungen Formel-1-Karriere.

Sein Teamgefährte Fernando Alonso kam auch nicht viel weiter: Als 13. war für ihn im zweiten Qualifying Schluss. Mit Alonso schafften überraschend auch WM-Leader Jenson Button und das McLaren-Duo Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen den Sprung ins Top-Ten-Finale nicht.

Auch Buemi nicht im zweiten Qualifying

Viel knapper als Grosjean scheiterte Sébastien Buemi, dem als 16. letztlich nur 0,184 Sekunden auf den 15. Rang und auf den dort platzierten Weltmeister Hamilton fehlten. Buemi war danach ebenso enttäuscht, wie Grosjean. Beide Westschweizer hatten fest damit gerechnet, das zweite Qualifying zu erreichen - und damit ihre Zielsetzung erfüllen zu können. Da war es für Buemi nur ein schwacher Trost, dass auch sein Teamgefährte bei Toro-Rosso-Ferrari, der 19-jährige Spanier Jaime Alguersuari, als 17. ebenfalls vorzeitig auf der Strecke geblieben war.

Badoer auf dem letzten Platz

Schlimmer hatte es nur noch Luca Badoer erwischt, der wie zuletzt in Valencia - fast möchte man sagen erwartungsgemäss - als 20. und Letzter erneut mit seiner Aufgabe überfordert schien. Ferrari wird wohl nicht darum herumkommen, für den Massa-Ersatz Badoer erneut einen Ersatzmann engagieren zu müssen. Der 38-jährige Italiener Badoer konnte einem fast schon leid tun, als er bei seinem letzten Versuch, eine schnellere Rundenzeit zu erzielen, Sebastian Vettel überholte, danach aber mit dem Ferrari von der Strecke geriet und im Kiesbett festsass.

Francorchamps. Grand Prix von Belgien. Qualifying:

1. Giancarlo Fisichella (It), Force India-Mercedes.

2. Jarno Trulli (It), Toyota.

3. Nick Heidfeld (De), BMW-Sauber.

4. Rubens Barrichello (Br), Brawn GP-Mercedes.

5. Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber.

6. Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari.

7. Timo Glock (De), Toyota.

8. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault.

9. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault.

Ferner: 12. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes.

14. Jenson Button (Gb), Brawn GP-Mercedes.

16. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari.

19. Romain Grosjean (Sz/Fr), Renault.

20. Luca Badoer (It), Ferrari.

(mon/si)

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