10.01.2016 15:15

Ramon Zenhäusern«Ränge sind mir egal, ich will zeigen, was ich kann»

Mit Ramon Zenhäusern (7.), Daniel Yule (13.) und Luca Aerni (14.) fahren drei junge Schweizer in Adelboden in die Top 15. Ein Zukunftsversprechen.

von
Adrian Hunziker

Das Wetter in Adelboden war schlecht, die Stimmung aber hervorragend. Grund dafür war das starke Schweizer Slalom-Team. Mit Ramon Zenhäusern, Daniel Yule und Luca Aerni fuhren drei Swiss-Ski-Athleten in die Top 15. Ein Bild, das es so am Chuenisbärgli schon lange nicht mehr zu bestaunen gab.

Auch die Fahrer waren stolz auf ihre Teamleistung. Der 22-jährige Yule sagte: «Es ist ein Einzelsport, aber die Mannschaftsleistung heute war stark. Es ist keine Überraschung, dass Ramon so einen Lauf fährt, in den Trainings ist er blitzschnell. Es war nur eine Frage der Zeit, bis er es auch in einem Rennen zeigt.» Das bestätigte der 2-Meter-Hüne, der im zweiten Lauf Bestzeit fuhr. «Ich wusste, dass ich schnell Ski fahren kann, das habe ich im Europacup schon gezeigt, aber dass ich gerade Siebter werde, hätte ich nicht gedacht, als ich ins Ziel gekommen bin», freute sich der Walliser.

Starker unterer Teil von Aerni

Der 23-Jährige strahlte übers ganze Gesicht. «Der Lauf war super, ich bin sehr stolz, drei Jahre nach meinen ersten Weltcuppunkten gerade hier in Adelboden mein bestes Resultat erreichen zu können.» Atypisch für einen ehrgeizigen Rennfahrer ist für Zenhäusern die Klassierung aber nur zweitrangig. «Ränge sind mir egal, mir ist es wichtig, dass ich zeigen kann, was ich drauf habe. Dann bin ich überzeugt, dass auch die Resultate gut sind.»

Und auch Aerni war mit der Leistung seiner jungen Teamkollegen zufrieden. Für den 22-jährigen Berner wäre aber noch ein besseres Resultat drin gelegen. «Oben und im mittleren Teil hätte ich noch mehr Gas geben müssen, der untere Teil war gut.» Aerni musste sich mit dem 14. Rang begnügen. «Ich wäre sicher lieber selber noch weiter nach vorne gefahren, aber ich freue mich mit Ramon und Daniel.»

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