Kein Ritual, kein Sadist - Rätsel um enthaupteten Tierkadaver ist gelöst
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Kein Ritual, kein SadistRätsel um enthaupteten Tierkadaver ist gelöst

Ein Spaziergänger traf am Samstag in Hochfelden ZH auf einen toten Schafbock. Die Polizei hat nun die Hintergründe geklärt.

von
Thomas Mathis
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Diesen Kadaver hat der Spaziergänger bei einem Waldstück nahe der Schachenstrasse in Hochfelden gefunden.

Diesen Kadaver hat der Spaziergänger bei einem Waldstück nahe der Schachenstrasse in Hochfelden gefunden.

Kantonspolizei Zürich
Wie die Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich ergeben, ist der Schafbock auf natürliche Weise gestorben. Der Besitzer wollte den Kadaver in den «natürlichen Kreislauf» zurückgeben.

Wie die Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich ergeben, ist der Schafbock auf natürliche Weise gestorben. Der Besitzer wollte den Kadaver in den «natürlichen Kreislauf» zurückgeben.

20min/Thomas Mathis
Eine solche Entsorgung sei widerrechtlich, sagt Sprecher Stefan Oberlin. Die Person habe sich wegen einer Übertretung des Tierseuchengesetzes strafbar gemacht.

Eine solche Entsorgung sei widerrechtlich, sagt Sprecher Stefan Oberlin. Die Person habe sich wegen einer Übertretung des Tierseuchengesetzes strafbar gemacht.

Kantonspolizei Zürich

Darum gehts

  • Im Wald von Hochfelden ZH ist am Samstag ein totes Tier ohne Kopf und mit aufgeschnittenem Bauch entdeckt worden.

  • Über die Hintergründe konnte bisher nur spekuliert werden. Nun haben Ermittlungen das Rätsel gelöst.

Ein Spaziergänger ist am Samstag in einem Waldstück bei Hochfelden ZH auf einen Kadaver gestossen. Dem Bock war der Kopf abgetrennt und der Bauch aufgeschlitzt worden. Mehrere Anwohnende in den umliegenden Höfen rätselten über die Hintergründe. Auch die Kantonspolizei ermittelte auf der ganzen Bandbreite. War ein Sadist am Werk? War es ein Ritual?

Nach der Untersuchung des Kadavers ist nun klar, dass alles ganz anders ist. Beim Tier handelt es sich um einen Schafbock, der eines natürlichen Todes gestorben ist. Polizeiliche Ermittlungen haben zur Person geführt, dem das Tier gehört hat. «Der Schafbock ist auf einer Weide verendet», sagt Sprecher Stefan Oberlin auf Anfrage. «Die Person wollte den Kadaver anschliessend in den natürlichen Kreislauf zurückgeben.»

Warum war das Tier dann aufgeschlitzt? «Der Kadaver wurde aufgeschlitzt, um Tiere anzulocken», so Oberlin. Einen Kadaver so zu entsorgen, sei aber widerrechtlich. Die Person habe sich wegen einer Übertretung des Tierseuchengesetzes strafbar gemacht.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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