Aktualisiert 20.04.2007 09:26

Rätsel um Geisterkatamaran

Die Segel waren gehisst, die Motoren liefen und das Essen stand auf dem Tisch: Ein im Meer treibender Katamaran gibt der australischen Küstenwacht Rätsel auf, denn von der Besatzung fehlt jede Spur.

Ein Patrouillenflugzeug entdeckte die «Kaz II» bereits am Mittwoch, doch erst am Freitag erreichten Rettungsmannschaften das Segelboot in der Nähe des Great Barrier Reef. Sie fanden keinen Hinweis auf einen Unglücksfall oder technische Probleme.

«Der Motor lief, die Computer liefen, ein Laptop stand einsatzbereit auf dem Tisch, das Funkgerät funktionierte», sagte ein Sprecher der Rettungsbehörden im Staat Queensland, John Hall. «Essen und Besteck standen auf dem Tisch, aber keine Spur von der Besatzung.» Ein nicht entzündetes Leuchtfeuer sowie drei Rettungswesten und ein Schlauchboot waren unberührt. Auch die Segel waren gehisst, allerdings war das Focksegel zerrissen.

Die Polizei in Queensland bestätigte, dass drei Australier im Alter von 56, 63 und 69 Jahren vermisst würden. Die Küstenwacht leitete eine gross angelegte Suchaktion mit neun Flugzeugen, zwei Hubschraubern und mehreren Booten ein. Der Katamaran wurde zur Untersuchung an Land geschleppt. Die Segler waren am Sonntag in Airlie Beach aufgebrochen und hatten geplant, um die Nordspitze Australiens herum nach Westaustralien zu segeln. Der Meteorologe Greg Connor erklärte, zum Zeitpunkt der Reise habe perfektes Segelwetter mit leichtem Wind geherrscht. (dapd)

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