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Appenzell InnerrhodenRätsel um roten Seealpsee fast gelöst

Seit Anfang Woche ist das Wasser des auf 1141 Meter über Meer gelegenen Seealpsees im Alpstein rötlich verfärbt. Jetzt haben die Experten eine erste Spur.

von
meg

Die Behörden standen vor einem Rätsel. Seit anfang Woche ist der Seealpsee im Appenzeller Alpstein rot verfärbt (20 Minuten Online berichtete). Das Innerrhoder Amt für Umweltschutz hat darauf als Vorsichtsmassnahme das Quellwasser von der Trinkwasserversorgung abgehängt.

Heute Freitag reiste der Leiter des kantonalen Amts für Umweltschutz (AfU) noch einmal auf den Alpstein - und hat jetzt erste konkrete Spuren. «Der See hat sich durch Mikroorganismen in Form einer speziellen Alge verfärbt» sagt Fredy Mark. Noch ist nicht klar, um welche Alge es sich genau handelt. «In Frage kommen zwei Algentypen», sagt Mark weiter. Das Wasser wird nun durch Spezialisten des Seeinstituts Konstanz genau abgeklärt. Ein definitiver Befund wird anfang nächster Woche erwartet. Bis dahin bleibt die Trinkwasserzufuhr unterbrochen. Mark: «Wir können noch nicht ganz Entwarnung geben.» Einer der Algentypen führe zu Reaktionen. Welcher Art, das konnte Mark allerdings nicht sagen.

Niederschläge als Ursache?

Die Algen habe man in dieser Form noch nie gesehen. Grund: Normalerweise treten diese nur bei kalten Wassertemperaturen im Winter auf. Dann sei die rötliche Verfärbung in Folge Eis und Schnee allerdings nicht sichtbar. Die Experten vermuten, dass durch die starken Niederschläge, die insbesondere im Appenzell in den vergangenen Wochen niegergangen sind, kaltes Schmelzwasser in den See gespült wurde.

Mark rechnet nicht mit Problemen, sollte die Trinkwasserzufuhr noch längere Zeit ausfallen. Die Versorgung sei durch die Grundwasserzufuhr gesichert. Vom Seealpsee werden im Normalfall rund 12 000 Personen versorgt.

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