Dornach SO: Rätselhafter Überfall auf Taxifahrer
Aktualisiert

Dornach SORätselhafter Überfall auf Taxifahrer

Am frühen Dienstagmorgen hat die Kantonspolizei Solothurn in Dornach einen schwer verletzten Taxifahrer aufgefunden. Die Umstände sind unklar.

von
mak
Die Gempenstrasse war zur Mittagszeit immer noch nicht befahrbar. Der Ursache der schweren Verletzungen des Taxifahrers bleiben weiterhin im Dunkeln.

Die Gempenstrasse war zur Mittagszeit immer noch nicht befahrbar. Der Ursache der schweren Verletzungen des Taxifahrers bleiben weiterhin im Dunkeln.

Am frühen Dienstagmorgen um 5.15 Uhr wurde die Solothurner Kantonspolizei alarmiert, nachdem ein Taxifahrer über die Zentrale ein Notsignal ausgesendet hatte. Sofort rückten Patrouillen der Polizei aus. Am Ortsausgang von Dornach auf der Gempenstrasse fanden die Beamten dann ein Taxi vor, in dem ein schwer verletzter Taxifahrer lag. Die Polizei geht von einem gewaltsamen Übergriff aus. Kurt Schaufelberger von der Taxizentrale in Basel bestätigte auf Anfrage, dass es sich um einen der schlimmsten Übergriffe auf einen seiner Angestellten handle. Der genaue Tathergang liegt allerdings noch im Dunkeln.

Mysteriöser Fall

Thomas Kummer, Mediensprecher der Solothurner Kantonspolizei, spricht von einem «speziellen Fall». Nach ersten Abklärungen seien dem Opfer weder Geld noch Wertgegenstände entwendet worden. Ein Übergriff mitten in der Fahrt könne nicht ausgeschlossen werden. Ein Anwohner berichtet, dass das Taxi nach einer Kurve rund 20 Meter in eine Wiese gefahren sei, was auch die Reifenspuren bestätigen. Das Auto habe aber keine Unfallschäden gehabt. Wodurch der Taxifahrer verletzt wurde, ist immer noch Gegenstand von laufenden Ermittlungen. Ob eine Schusswaffe im Spiel war, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Der angegriffene Taxifahrer befindet sich laut Polizeiangaben ausser Lebensgefahr, ist aber weiterhin im Spital und noch nicht vernehmbar. Von der Täterschaft fehlt weiterhin jede Spur.

Taxifahrer dürfen bewaffnet fahren

Bereits im letzten Dezember wurde ein Taxifahrer in Basel mit einer Schusswaffe bedroht, kam aber glimpflich davon und wurde nicht verletzt. Auf Anfrage von 20 Minuten gaben mehrere Taxifahrer an, sich nicht bewaffnen zu wollen. Das Recht dazu könnten sie sich allerdings verschaffen, erklärt René Gsell, Kriminalkomissär der Basler Staatsanwaltschaft: «Wenn sie die erforderliche Ausbildung und Bewilligung mitbringen, dürfen Taxifahrer Waffen mitführen.» Gsell zweifelt allerdings an deren Nutzen, da ein Täter meistens von der Rückbank her angreife und dem Fahrer so kaum eine Chance zur Verteidigung lasse.

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