Aktualisiert 19.05.2007 19:21

Rätseln um Wolfowitz-Nachfolge

Die USA wollen weiter nicht die Namen möglicher Nachfolger für Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz nennen.

Es sei verfrüht, darüber zu sprechen, sagte der stellvertretende US- Finanzminister Robert Kimmitt am Samstag.

Auch US-Finanzminister Henry Paulson nenne derzeit keine Namen, hiess es am G-8-Finanzminister-Treffen in Werder bei Postdam. In den Medien waren zuletzt mehrere Kandidaten genannt worden, darunter der scheidende britische Premierminister Tony Blair, der frühere US-Zentralbankchef Paul Volcker, der ehemalige US-Vize- Aussenminister Robert Zoellick und Kimmitt selbst.

Bei dem G-8-Treffen wurden keine Forderungen aus Europa laut, die die bisherige Tradition in Frage stellen, dass die USA den Chef der Weltbank ernennen. Kritiker hatten gefordert, nach der Affäre um Wolfowitz müsse die Vergabe transparenter werden. US-Präsident George W. Bush hat bereits erklärt, die Nachfolge-Frage selbst zu entscheiden.

Wolfowitz hatte sich am Donnerstag nach wochenlangem Widerstand doch noch zum Rücktritt per Ende Juni bereit erklärt. Ihm wird vorgeworfen, sich für eine finanzielle Begünstigung seiner Lebensgefährtin bei einer Versetzung eingesetzt zu haben.

(sda)

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