Aktualisiert

«Fack Ju Göhte»Rätselraten um Zeki Müllers Proll-BMW

Er ist der Star der «Fack Ju Göhte»-Kinoreihe: Das BMW E9 CS-Coupé von Proll-Lehrer Zeki Müller. Doch welches CS-Modell ist es wirklich?

von
rtl
26.10.2017

Genau wie Zeki Müller (Elyas M'Barek) gehört das grünblaue BMW Coupé inzwischen zum «Fack Ju Göhte»-Kult. (Quelle: YouTube / Constantin Film)

Ab morgen geht's wieder rund an der Goethe-Gesamtschule: Proll-Lehrer Zeki Müller (Elyas M'Barek) und die Chaos-Clique um die Schüler Chantal, Danger, Zeynep und Co. Sorgen erneut für Angst und Schrecken bei Jugendbehörde und Aufsichtsräten. Der dritte und letzte Teil der deutschen Erfolgskomödie «Fack Ju Göhte» dürfte auch bei uns für volle Kinosäle und herzhafte Lacher sorgen.

Autofans freuen sich aber auch auf ein ganz besonderes Schmankerl. Müllers grünblaues BMW CS-Coupé ist ein echter Hingucker. Und seien wir ehrlich: Das elegante Teil will nicht so recht zum grossmäuligen Gangster in Lehrerfunktion passen. Doch genau wie Elyas M'Bareks Filmfigur gehört das BMW Coupé inzwischen zum heiss geliebten «Fack Ju Göhte»-Kult.

Die Modell-Frage

Verständlich also, dass viele Fans genau wissen wollen, um welches Modell es sich beim Film-BMW handelt. Sucht man im Internet nach Antworten, taucht als Resultat meistens die Version BMW E9 Coupé 2800 CS auf. Dieses Modell wurde zwischen 1968 und 1971 knapp 10 000 Mal gebaut. 1971 wurde es durch den 3.0 CS (132 kW/180 PS) ersetzt, der bis zum Produktionsstopp knapp 11 000 mal gebaut wurde. Beide Fahrzeuge waren auch mit Dreigang-Automatikgetriebe lieferbar.

Im Film jedoch ist das Coupé als 2.5 CS Automatic beschriftet. Ein sehr seltenes Auto: Nur rund 900 mal gebaut, wurde der BMW 2.5 CS schnell zum Sammlerobjekt. Der 110 kW (150 PS) starke Zweieinhalbliter war das Einstiegsmodell der Reihe – und BMWs Antwort auf die damalige Ölkrise. Laut Wikipedia ist es «äusserlich nur an den fehlenden Stossstangenhörnern hinten» sowie dem Schriftzug von den Dreilitermodellen zu unterscheiden.

Tatsächlich fehlen dem Film-Auto hinten die Aufsätze an der Stossstange. Zudem wurde das spezielle Grünblau als Farbe 1975 eingestellt, womit des Rätsels Lösung perfekt ist: Zeki Müllers Proll-BMW ist ein BMW E9 2.5 CS Coupé Automatic aus dem Jahr 1974. Nicht schlecht für einen arbeitslosen Ex-Knastbruder, der sich als Lehrer ausgibt.

«Fack ju Göhte 3»

Vorläufer des CSL

Tatsächlich wurde das elegante Coupé eher zu einem Geheimagenten à la James Bond passen. Zumal die E9-Baureihe auf Pläne von 1962 zurückgeht, die Lücke zwischen BMW 700 und 1500 mit einem günstigen Coupé zu schliessen. Daraus entstand jedoch 1965 der teurere 2000 C und CS. Der erste E9 wird 1969 vorgestellt, der 2800 CS mit 170 PS – im Grunde ein 2000 CS mit Facelift, längerem Vorderwagen und Sechszylinder. 1971 löst der 3.0 CS mit 180 PS den 2800 CS ab, dazu kommen der 3.0 CSi (nur geschaltet) und das Leichtbau-Coupé 3.0 CSL (180 PS). Der CSL vergrössert sich 1972 auf 3003 ccm und 200 PS, im Jahr drauf folgt der CSL mit 3153 ccm und 206 PS.

James Bond hat BMW bekanntlich erst 1995 entdeckt – genau 20 Jahre, nachdem der E9 nach über 30 000 produzierten Exemplaren eingestellt wurde. Schade eigentlich.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.