Räuber dank DNA-Test nach 3 Jahren überführt
Aktualisiert

Räuber dank DNA-Test nach 3 Jahren überführt

Ein DNA-Test hat einen 32-jährigen Räuber überführt. Für die Luzerner Kapo genügt ein klarer Verdacht, um einen genetischen Fingerabdruck zu nehmen.

«Der Schweizer war letzten November wegen eines Diebstahls festgenommen worden», sagt Simon Kopp, Infobeauftragter der kantonalen Strafuntersuchungsbehörde. Dabei wurde beim 32-Jährigen auch eine DNA-Analyse vorgenommen. Dieser genetische Fingerabdruck wurde mit Spuren verglichen, die bei früheren Straftaten sichergestellt worden waren.

Auf diese Weise konnten dem Inhaftierten ein Raubüberfall auf eine Luzerner Spar-Filiale vom September 2001 und ein Überfall auf die Krienser Migrol-Tankstelle im Januar 2002 nachgewiesen werden. In beiden Fällen hatte er eine Beute von mehreren tausend Franken gemacht. Ein Überfall auf die Post in Kastanienbaum im Januar 2002 misslang. Welche Spuren der Täter damals genau hinterlassen hatte, wollte Kopp nicht sagen.

Um eine DNA-Analyse vorzunehmen, genügt ein klarer Verdacht. Erste Tests gab es 1996. «Diese Daten können wir dann landesweit vergleichen», so Kopp. 2003 wurden im Kanton Luzern 801 DNA-Proben genommen und durch Vergleiche 47 Fälle geklärt. Letztes Jahr waren es 766 Proben und 61 gelöste Fälle. «Bis jetzt kamen im Kanton Luzern durch die DNA-Analyse keine Unschuldigen in die Mühlen der Justiz», betont Simon Kopp. (sam)

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