Luzern/Zug: Räuber muss nach Überfallserie mehr als drei Jahre ins Gefängnis

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Luzern/ZugRäuber muss nach Überfallserie mehr als drei Jahre ins Gefängnis

Innerhalb von knapp drei Monaten hat ein Mann sieben Geschäfte ausgeraubt. In einem Fall blieb es bei einem Raubversuch. Nun muss der Mann ins Gefängnis.

von
Gianni Walther
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In Luzern, Kriens, Hochdorf und in der Stadt Zug ist es 2016 zu mehreren Raubüberfällen gekommen. Auch in der Luzerner Altstadt wurden damals Geschäfte überfallen.

In Luzern, Kriens, Hochdorf und in der Stadt Zug ist es 2016 zu mehreren Raubüberfällen gekommen. Auch in der Luzerner Altstadt wurden damals Geschäfte überfallen.

20min/Martin Messmer
Betroffen war unter anderem ein Schuhgeschäft in Luzern.

Betroffen war unter anderem ein Schuhgeschäft in Luzern.

Google Street View
Unter anderem mit diesem Bild suchte die Luzerner Polizei nach einem der Vorfälle nach dem Täter. 

Unter anderem mit diesem Bild suchte die Luzerner Polizei nach einem der Vorfälle nach dem Täter. 

Luzerner Polizei

Darum gehts

Kleiderladen und andere Verkaufsgeschäfte waren sein Ziel: Wegen mehrfachen Raubes, versuchten Raubes, räuberischer Erpressung und weiterer Delikte hat das Luzerner Kriminalgericht einen Mann (43) aus Deutschland schuldig gesprochen.

So hatte der Mann im Jahr 2016 zwischen März und Juni in Luzern, Kriens, Hochdorf und in der Stadt Zug verschiedene Verkaufsgeschäfte überfallen. Die Vorgehensweise des Mannes war bei den sieben Raubüberfällen jeweils ähnlich, wie dem Urteil des Kriminalgerichts zu entnehmen ist. So hatte der Mann bei den Überfällen eine Schreckschusspistole bei sich und forderte das Verkaufspersonal dazu auf, ihm Geld aus der Kasse zu geben. Das Geld steckte er jeweils in eine Tasche und machte sich danach aus dem Staub. Insgesamt hatte der Mann bei den Überfällen knapp 17’000 Franken erbeutet. Bei einem versuchten Überfall auf einen Tankstellenshop in der Stadt Luzern ging der Mann zudem auf die gleiche Weise vor. Er verliess das Lokal jedoch ohne Beute.

Schreckschusspistole am Wohnort sichergestellt

Für das Kriminalgericht war klar, dass es sich bei den Vorfällen jeweils um denselben Täter gehandelt haben musste. So beschrieben die betroffenen Angestellten die Tatwaffe jeweils als «silberfarben, grau oder hellbronze», heisst es im Urteil. Eine solche Schreckschusspistole wurde am Wohnort des Mannes sichergestellt. Dies sei ein wichtiges Indiz «angesichts der Tatsache, dass die meisten Faustfeuerwaffen eine dunkle bis schwarze Farbe haben.» Weiter war die Vorgehensweise jeweils ähnlich und die Beschreibungen des Personals passten auf den Mann. Und: Bei mehreren Überfällen war das Telefon des Mannes zum Tatzeitpunkt, kurz zuvor oder danach «bei einer Mobilfunkantenne in Tatortnähe eingeloggt».

Der 43-Jährige wird zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Zudem muss er die Verfahrenskosten von knapp 30’000 Franken bezahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Berufung wurde eingelegt.  

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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