Raiffeisen: Ein Nein zum Steuerpaket
Aktualisiert

Raiffeisen: Ein Nein zum Steuerpaket

Fast die gesamte Schweizer Wirtschaft kämpft für ein Ja zum neuen Steuerpaket. Doch die Raiffeisenbanken legen sich quer und lehnen die Vorlage ab.

Franz Marty, der Präsident der Raiffeisenbanken, votiert offen für ein Nein zur Steuerabstimmung vom 16. März: Der Mittelstand profitiere nicht von den neuen Regelungen, sagte er der «SonntagsZeitung». Deshalb unterstütze die Bank das Nein-Lager mit «einem substanziellen Betrag», so Marty weiter. Gut unterrichtete Kreise sprechen von einer Million Franken.

Bei der Economiesuisse, die vehement für ein Ja eintritt, hat dieses Engagement keine Freude ausgelöst. Laut einer geheim gehaltenen Umfrage des Dachverbands der Schweizer Wirtschaft ist die Abstimmung längst noch nicht gewonnen. Beunruhigend ist der hohe Anteil der Unentschlossenen, die bei so komplizierten Vorlagen erfahrungsgemäss Nein stimmen. Economiesuisse will das jetzt mit einer Schlussoffensive verhindern: Das Wahlkampfbudget soll von 5 auf 10 Millionen Franken aufgestockt worden sein.

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