Ungewollt komisch – Raiffeisen macht Werbung mit Meme – «musste kichern, als ich das Plakat sah»
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Ungewollt komisch Raiffeisen macht Werbung mit Meme – «musste kichern, als ich das Plakat sah»

Die Raiffeisen hat ein bekanntes Symbolbild für Werbezwecke genutzt. Das Internet amüsiert sich köstlich über den kleinen Fauxpas. Nun hat die Bank das Bild von ihrer Website gelöscht.

von
Tobias Bolzern
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Mit diesem Sujet machte die Raiffeisen Werbung unter anderem für die Nachlassplanung. 

Mit diesem Sujet machte die Raiffeisen Werbung unter anderem für die Nachlassplanung.

Reddit
Auf dem Bild ist «Harold» zu sehen. Er ist ein bekanntes Internet-Meme. 

Auf dem Bild ist «Harold» zu sehen. Er ist ein bekanntes Internet-Meme.

Privat
Auch online warb die Bank bis zum 11. Oktober mit dem Meme – ungewollt. 

Auch online warb die Bank bis zum 11. Oktober mit dem Meme – ungewollt.

Raiffeisen

Darum gehts

  • Die Raiffeisen wirbt mit einem neuen Sujet für die Nachlassplanung.

  • Dazu wurde ein Symbolbild genutzt – ein Versehen, wie sich nun zeigt.

  • Denn das Bild mit «Hide The Pain Harold» ist ein sehr beliebtes Meme.

  • Nachdem dies auffiel, wurde das Bild von der Bank-Website gelöscht.

Er ist mal Arzt, dann Apotheker, Architekt oder Vater: Doch eigentlich ist Arató András István ein 76-jähriger pensionierter Ingenieur aus Budapest. Sein Lächeln ist weltbekannt. Denn nebenbei modelt der Pensionär für Fotos, die für allerlei Werbung genutzt werden. Die Fotos des Rentners wurden zum Meme. Er ist darum auch unter dem Namen «Hide The Pain Harold» bekannt, da sein Lächeln gestellt wirkt.

Derzeit grinst der 76-Jährige in der Schweiz auf Plakaten für die Raiffeisenbank. Mit dem Sujet wirbt die Bank unter anderem für die Planung im letzten Lebensabschnitt. Ein Fakt, der Nutzerinnen und Nutzer im Internet sehr amüsiert. «Als ich die Werbung in Interlaken gesehen habe, musste ich kichern», schreibt Sorrikai7 auf Reddit. Dort macht das Bild von der Plakatwerbung gerade die Runde. «Das ist klar die beste Werbung aller Zeiten», heisst es weiter. «Für Leute, die das Meme nicht kennen: Kein Problem. Für Leute, die es kennen, ist es einfach verdammt genial. Es gibt wirklich keinen Nachteil bei dieser Sache», schreibt jrit93 auf Reddit.

Bank ersetzt Bild

Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer bezweifeln jedoch, dass das Harold-Meme versehentlich den Weg auf die Schweizer Plakatwände der Raiffeisen fand. «Dies ist der einfachste und billigste Weg, um deine Werbung in der ganzen Welt sichtbar zu machen», schreibt JohnLemmmmon. «Das war auf keinen Fall ein Zufall», ist sich der Nutzer martin9595959 sicher.

20 Minuten hat nachgefragt, ob das Bild mit Absicht gewählt wurde – das ist allerdings nicht der Fall. «Bei der Erstellung einer Kampagne der Raiffeisenbank Jungfrau im Jahr 2016 wurde nach einem Bild eines Paares im fortgeschrittenen Alter gesucht. Das Stockfoto entsprach den Suchkriterien», erklärt der Mediensprecher von Raiffeisen Schweiz, Joël Grandchamp. Das Plakat sei nur in Interlaken aufgehängt worden. Eines davon hänge immer noch – wohl bis Frühjahr 2022. «Dann wird die Kampagne voraussichtlich erneuert», so Grandchamp. Auf der Website hat die Raiffeisen das Sujet am 11. Oktober ersetzt. Dies, nachdem ein Hinweis eingegangen war, dass «Hide The Pain Harold» auf dem Kampagnensujet ersichtlich ist.

So wurde er Model

Doch wie kam der pensionierte Ingenieur überhaupt zum Modeln? Angefangen habe alles mit einem Ferienbild aus der Türkei, das Arató András István im Netz teilte. Darauf habe ein Fotograf angefragt, ob er von ihm Fotos machen dürfe. Damals ahnte er wohl nicht, was für eine Tragweite seine Zusage einmal haben würde. Wie der Rentner in einem Interview erklärte, hat er im Übrigen keinen gequälten Gesichtsausdruck. «Ich musste für die Bilderserien einfach oft minutenlang lächeln, das ist nicht mein natürlicher Gesichtsausdruck und darum sehe ich so müde aus», erklärt er gegenüber «Stern».

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