Ägypten: Rakete schiesst fast britischen Ferienflieger ab
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ÄgyptenRakete schiesst fast britischen Ferienflieger ab

Eine Maschine der Thomson Airways ist auf dem Weg nach Sharm al-Sheikh nur knapp einem Raketenbeschuss entkommen. Durch ein Manöver verhinderte der Pilot ein Drama.

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slw
Die Passagiere wurden nicht informiert: Eine Maschine der britischen Fluggesellschaft Thomson Airways. (Archivbild)

Die Passagiere wurden nicht informiert: Eine Maschine der britischen Fluggesellschaft Thomson Airways. (Archivbild)

Keystone/AP/Petroa Giannakouris

Ein Passagierflugzeug der Thomson Airways entging vor einigen Wochen knapp einer Katastrophe. Die britische Maschine war vom Londoner Flughafen Stansted mit 189 Passagieren an Bord unterwegs nach Sharm al-Sheikh, als sie beinahe von einer Rakete getroffen wurde. Der Vorfall ereignete sich am 23. August, bestätigt die britische Regierung gegenüber dem «Guardian».

Angaben zufolge näherte sich das Raketengeschoss dem Flugzeug bis auf 300 Meter. Der Pilot konnte rechtzeitig ein Ausweichmanöver einleiten, weil er das Geschoss auf seiner Flugbahn erkannte. Der Flug «TOM 476» mit 189 Menschen an Bord konnte sicher landen. Die Passagiere wurden über den Fast-Zusammenstoss nicht informiert.

Regierung glaubt nicht an eine Attacke

Das britische Verkehrsministerium bestätigt den Vorfall, glaubt aber nicht an einen gezielten Anschlag gegen das britische Passagierflugzeug. Ein Regierungssprecher sagte gegenüber dem «Guardian», dass es sich um eine Übung des ägyptischen Militärs gehandelt habe. Deswegen habe es keinen Grund dazu gegeben, Flüge nach Sharm al-Sheikh zu stoppen.

Nach dem Absturz des russischen Metrojets über der Sinai-Halbinsel werden Mutmassungen über ein gezieltes Attentat als Absturzursache lauter. Immer mehr Landesregierungen stellen die Flüge nach Sharm al-Sheikh ein. Fluggesellschaften ist es zurzeit verboten, eine Höhe von 26'000 Fuss über der Sinai-Halbinsel zu unterschreiten.

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