Raketenangriffe auf Bagdads Grüne Zone

Aktualisiert

Raketenangriffe auf Bagdads Grüne Zone

Bei Raketenangriffen auf die streng gesicherte «Grüne Zone» in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind in dieser Woche zwei Angestellte der US-Regierung getötet worden.

Wie das US-Aussenministerium mitteilte, starb ein US-Bürger am Donnerstag, ein weiterer, der für die US-Armee arbeitete, erlag seinen Verletzungen am Montag.

Vier Mitarbeiter der US-Regierung wurden schwer verletzt. Das Ministerium forderte das Personal der US-Botschaft in Bagdad zu höchster Vorsicht auf. Die Botschaft liegt innerhalb der so genannten Grünen Zone. Dort befindet sich auch der Sitz der von den USA unterstützten irakischen Regierung.

Der Sprecher des US-Aussenministeriums, Sean McCormack, machte «extremistische kriminelle Elemente» für die Raketenangriffe verantwortlich. Die US-Armee schreibt die Attacken Milizen zu, die dem Schiitenführer Moktada el Sadr nahe stehen.

Die Militärkommandatur in Bagdad verhängte eine dreitägige Ausgangssperre für die Hauptstadt. Bis Sonntagmorgen dürfen weder Autos fahren noch Fussgänger auf die Strasse gehen. Am Dienstag hatten irakische Regierungstruppen in der strategisch wichtigen Hafenstadt Basra und seiner erdölreichen Umgebung mit einer Offensive gegen Sadr-Milizionäre begonnen. Die Kämpfe dehnten sich mittlerweile auf den ganzen Süden des Landes und auf Bagdad aus. Mehr als hundert Menschen wurden getötet, hunderte erlitten Verletzungen.

Inzwischen hat sich El Sadr zu Gesprächen über ein Ende der Gewalt bereiterklärt. Alle müssten nun nach einer politischen Lösung suchen, liess er über einen seiner wichtigsten Berater erklären. Zudem müssten Proteste seiner Anhänger friedlich bleiben. «Vergiesst kein irakisches Blut», heisst es in der Stellungnahme weiter.

(sda)

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