Hammer-Tor: Rakitic auf Roberto Carlos' Spuren
Aktualisiert

Hammer-TorRakitic auf Roberto Carlos' Spuren

Ivan Rakitic gelang am Samstag gegen Gladbach der erste Bundesliga-Doppeplpack. Besonders sehenswert war sein erster Treffer, ein unhaltbarer Hammer in den Winkel.

von
pre

Rakitics Strich in den Winkel. (Quelle: Youtube)

Es war der Kracher des Spieltags. Mit 110 km/h hämmerte Ivan Rakitic den Ball aus gut 20 Meter unhaltbar für Gladbach-Goalie Bailly in den Winkel. Der Schuss des Ex-Baslers war nicht nur hart und präzise, sondern auch mit viel Effet getreten. Wie bei Roberto Carlos Traumfreistoss von 1997 gegen Frankreichs Fabien Barthez drehte sich der Ball im letzten Moment noch um den Pfosten. «Der Trainer hat gesagt, ich soll öfter den Abschluss suchen. Das versuche ich umzusetzen», kommentierte der Kroate sein Traumtor nüchtern.

Für Rakitic, der per Elfmeter auch noch das dritte Tor beim 3:1-Sieg erzielte, war es der erste Bundesliga-Doppelpack. Auch dank seiner momentanen Topform bleibt Schalke mit zwei Punkten Rückstand auf die Bayern weiterhin im Titelrennen. Schon sechsmal hat Rakitic in der Rückrunde mittlerweile getroffen. Vor der Winterpause lief es dem 22-Jährigen aber gar nicht. Nur selten konnte Rakitic überzeugen und es schien, als schaffe der Ex-Basler auch unter Felix Magath den Durchbruch nicht.

Sinneswandel in der Winterpause

Doch in der Winterpause folgte dann der grosse Wandel und die Formkurve zeigte plötzlich steil nach oben. «Ich habe mir viele Gedanken gemacht, weil es so nicht weitergehen konnte», erklärt Rakitic. Zum Sinneswandel kam hinzu, dass Magath die Nummer 10 zum «Sechser» umschulte. «Er musste sich an die neue Position erst gewöhnen, ist jetzt aber auf gutem Weg», sagt Magath. Zufrieden ist der Schalke-Trainer trotz dem Hammertor noch lange nicht. «Es ein Jammer, dass ein Spieler mit so einem Schuss so selten zum Abschluss kommt.» Wo Magath recht hat, hat er recht.

Deine Meinung