Aktualisiert 11.10.2005 20:06

Ramlinsburger «Lausbuben» treibens der Behörde zu bunt

In Ramlinsburg herrscht wegen Vandalenakten und Diebstählen durch Jugendliche Unruhe. Jetzt soll die Bevölkerung mithelfen, die «Lausbuben» zur Vernunft zu bringen.

Die Liste der Zerstörungen und Verstösse im Oberbaselbieter Amtsanzeiger ist lang. Die Ramlinsburger Jugend zwischen 10 und 18 Jahren hat laut dem Gemeinderat in den vergangenen Monaten zum Beispiel eine Feuerstelle zerstört, im Kindergarten Bälle geklaut und Wasserleitungen angestochen. Selbst Primarschüler hätten geraucht, getrunken und gekifft. Und der Höhepunkt der Sittenwidrigkeit: Drei Buben hätten von einer Mauer auf ein Kalb hinuntergepinkelt.

Um dieses Treiben in der 700-Seelen-Gemeinde zu stoppen, hat der Gemeinderat an rund 65 Jugendliche sowie an alle Eltern Briefe verschickt: Man möge den Flegeln Anstand beibringen. «Uns wurde darauf von allen Seiten Unterstützung zugesagt», sagte Gemeindepräsident Stefan Thommen auf Anfrage. Er sieht hinter den Taten nicht unbedingt kriminelle Energie, aber eine

«Zeiterscheinung». Ob die Briefaktion Wirkung habe, werde sich in den nächsten Wochen zeigen.

Die umliegenden Gemeinden Bubendorf oder Lausen hatten vor drei Jahren ähnliche Probleme. Jetzt patrouillieren vor allem an Wochenenden private Wachdienste. Seither sei es ruhig.

(lvi)

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