Rammbock-Einbrecher: Jetzt rüsten Bijoutiers auf
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Rammbock-Einbrecher: Jetzt rüsten Bijoutiers auf

Rammbock-Einbrüche haben die Bijoutiers in Basel und Region aufgeschreckt. Einige planen jetzt bauliche Schutzmassnahmen.

Mit einem Auto als Rammbock wurde in der Nacht auf Dienstag eine Bijouterie in Birsfelden und im November eine Bijouterie in Arlesheim aufgebrochen. In der Schweiz gab es in den letzten drei Jahren über 200 solche Einbrüche. «Wir haben uns schon unsere Gedanken gemacht, als wir davon gehört haben», sagt Oscar Henzi, Inhaber der gleichnamigen Basler Bijouterie. Henzi will sein Geschäft nun durch einen Metallsockel schützen und beantragt dazu eine Bewilligung beim Baudepartement.

Auch Max Wagner, Mitinhaber der M + M Wagner AG, sorgt vor: Beim Neubau der Bijouterie in Oberwil im Frühling sollen bauliche Massnahmen getroffen werden, die die direkte Zufahrt verunmöglichen. «Wir könnten uns vorstellen, etwas mit Kunst zu machen», so Wagner.

Die Baselbieter Polizei diskutiert, ob sie ein Verzeichnis mit gefährdeten Bijouterien erstellen und diese dann gezielt über die Gefahr durch Rammbock-Räuber informieren will. Generell empfiehlt sie, grosse Steine oder schwere Blumentröge vor den Bijouterien zu platzieren.

Sabine Knosala

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