Aktualisiert 14.05.2012 21:22

WirteverbandRampenverkäufe gegen Getränkepreispolitik

Der Basler Wirteverband importiert containerweise Getränke und verkauft diese extrem günstig an Gastronomen.

von
Andrea Heeb Perrig
Gegen unfaire Preispolitik: Maurus Ebneter (l.) und Piero Nachira.

Gegen unfaire Preispolitik: Maurus Ebneter (l.) und Piero Nachira.

«Wir wollen ein Zeichen setzen gegen die unfaire Preispolitik der multinationalen Schweizer Getränkekonzerne», sagt Maurus Ebneter vom Basler Wirte­verband. Damit geht der Getränke-Preiskrieg in der Wirte­szene in die nächste Runde. ­

Ebneter: «Wir haben 100 000 Einwegflaschen Carlsberg und Coca-Cola aus westeuropäischen Ländern importiert und verkaufen diese an Wirte zu Preisen, die über 50 Prozent unter dem Schweizer Listenpreis liegen.»

Das heisst konkret: 33 cl Carlsberg-Bier für 73.3 Rappen anstatt 1.71 Franken oder 50 cl Coca-Cola für 65 Rappen anstatt 1.34 Franken. Zwei Rampenverkäufe (am 30. Mai und 5. Juni) sind organisiert, weitere geplant.

Der Getränkeproduzent Feldschlösschen sieht es gelassen. Beim Konzern glaubt man nicht, dass dies ein Angebot ist, das die Bedürfnisse der Gastronomen abdeckt. «Zudem wird das Carlsberg-Bier von uns in der Brauerei Rheinfelden hergestellt, womit auch Arbeitsplätze verbunden sind», so Mediensprecher Markus Werner. Der Basler Wirteverband importiert aus Protest gegen die Preis­politik bereits das bayrische Fassbier Maximilians sowie Coca-Cola und Schweppes in Mehrwegflaschen, um sie günstig an 150 Wirte in der Region zu verkaufen.

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