Randale in Bern bis in die Nacht
Aktualisiert

Randale in Bern bis in die Nacht

Im Nachgang zu den Randalen rund um die SVP- Wahlveranstaltung ist es in der Nacht zu weiteren Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern des Schwarzen Blocks und der Polizei gekommen. Alle Verhafteten sind wieder auf freiem Fuss.

Die 42 Personen, die am Samstag in Bern bei den Ausschreitungen rund um die SVP-Wahlkundgebung verhaftet wurden, sind in der Nacht auf Sonntag wieder frei gelassen worden. Sie werden wegen diversen Delikten zur Anzeige gebracht.

Dies sagte Franz Märki, der Sprecher der Stadtpolizei Bern, am Sonntag. Über die Höhe des angerichteten Sachschadens konnte die Polizei am Sonntag noch keine abschliessenden Angaben machen. Nach ersten Schätzungen geht sie von einer Schadenhöhe von mehreren zehntausend Franken aus.

Eine Bilanz könne erst Ende der Woche gemacht werden, wenn alle Anzeigen bei der Polizei eingetroffen seien, sagte Märki. Bei den Auseinandersetzungen zwischen vermummten Mitgliedern des links- autonomen Schwarzen Blocks und der Polizei wurden 21 Personen verletzt, davon 18 Polizisten.

Weitere Randale in der Nacht

Vermummte bewarfen von der Reithalle aus vorbeifahrende Autos mit Flaschen und Steinen oder schossen Feuerwerkskörper gegen Fahrzeuge ab. Zwei Polizeiautos wurden beschädigt. Ein Polizist wurde durch Glassplitter verletzt.

Die Vermummten entfachten zudem auf der Neubrückstrasse ein Feuer und beschädigten SVP-Wahlplakate. Danach zogen sie sich in die Reithalle zurück und mischten sich unter die mehreren hundert Veranstaltungsbesucher, so dass die Polizei gemäss Angaben vom Sonntag keine Festnahmen machen konnte. (sda)

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