Aktualisiert 07.12.2010 10:53

Metzgers List

Randalierende Wildsau wird verwurstet

In Deutschland stürmt eine Wildsau eine Metzgerei und verwüstet einen Teil davon. Das Tier wird erschossen - und bezahlt nun als Wurst den von ihm angerichteten Schaden zurück.

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Rainer Krämer machte aus der randalierenden Wildsau Wurst. Foto: Rhein Zeitung

Rainer Krämer machte aus der randalierenden Wildsau Wurst. Foto: Rhein Zeitung

Der Keiler kam aus dem Westerwald geschossen und verirrte sich in die Metzgerei von Rainer Krämer, der seinen Laden in Höhr-Grenzhausen, einer Stadt in Rheinland-Pfalz, betreibt.

Dabei hat das Wildschwein laut der «Rhein Zeitung» einigen Sachschaden angerichtet, die Eingangstür wurde zertrümmert und auch der Tresen sei verbogen. Das Tier war so wild, dass es schliesslich von einem herbeigerufenen Jäger erschossen werden musste.

Schadenersatz vom toten Schwein

Anstatt das tote Tier einfach zu entsorgen, liess der Metzgermeister es vom zuständigen Veterinäramt auf allfällige Krankheiten wie Tollwut oder Schweinepest untersuchen. Es gab nichts zu beanstanden, das Tier war kerngesund. Der Metzger wird nun aus ihm rund 60 Kilo Schinken und Wurst fabrizieren. Die Wurst wird er ab nächster Woche, den Schinken ab Mitte Dezember verkaufen können. Der 48-Jährige will mit den kommenden «Wildschwein-Wochen» den Schaden schmälern, den die Wildsau hinterlassen hat.

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