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Joe Bidens AmtseinführungRandalierer nicht erwünscht – Airbnb storniert Buchungen

Einige Capitol-Randalierer übernachteten in Airbnb-Wohnungen in Washington. Zu Joe Bidens Amtseinführung dürfte sich diese Situation wiederholen. Darum hat der Wohnungsvermittler jetzt Massnahmen getroffen.

Der Boden mit Blättern übersät, Zigarettenstummel und Essensverpackungen lagen überall verstreut, diverse Güter wurden mitgenommen: So sah das Capitol nach den Krawallen vom 6. Januar aus.

Der Online-Wohnungsvermittler Airbnb setzt für die Woche der Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden Buchungen in und um Washington über sein Portal aus. Bereits getätigte Reservierungen würden storniert und neue Reservierungen blockiert, erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Airbnb reagiert damit auf eine Forderung der örtlichen Behörden, die nach dem Sturm auf das Capitol vor einer Woche die Menschen gebeten hatten, der Amtseinführung am 20. Januar fernzubleiben.

Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump hatten am vergangenen Mittwoch das Capitol gestürmt, als dort eine Sitzung des Kongresses zur formellen Bestätigung des Wahlsieges von Biden bei der Präsidentschaftswahl im November stattfand. Einige der Randalierer übernachteten in Airbnb-Wohnungen in der Stadt und ihren Vororten. Airbnb prüfe derzeit, ob Menschen, die von den Strafverfolgungsbehörden als Teilnehmer des Angriffs auf das Capitol identifiziert wurden, den Dienst genutzt hätten. Einige Beteiligte seien bereits von der Plattform blockiert worden.

Angesichts der Möglichkeit erneuter Proteste von Trump-Anhängern, hatten Anwohner in der Stadt ihre Mitmenschen dazu aufgerufen, ihre Airbnb-Wohnungen während Bidens Vereidigung nicht zu vermieten. Auch Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser rief die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. «Wir bitten die Amerikaner, nicht nach Washington zur 59. Amtseinführung des Präsidenten am 20. Januar zu kommen und stattdessen virtuell teilzunehmen», sagte sie.

(AFP)

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