Aktualisiert 27.09.2005 19:20

Interview«Rappe nur, wenn ich voll bin»

Rechtzeitig zu seinem 30. Geburtstag veröffentlichte Tomasz Kuklicz aka DJ Tomekk sein neues Album «Numma Eyns». 20 Minuten sprach mit dem deutschen Star-DJ.

Warum hast du dein neues Album «Numma Eyns» getauft?

Tomekk: Es ist mein bestes Werk und ich habe es ganz

alleine auf die Reihe gebracht. Es ist der heisseste Scheiss, mit Stars wie X-Zibit, Truth Hurts und meinen Kumpels Sido, Harris, Fler und Pain. Vor allem will ich es meinem Vater beweisen. Ich hoffe, du sitzt im Himmel und hast endlich Respekt vor deinem Sohn.

Hattest du in deiner Jugend stark unter deinem Vater gelitten?

Tomekk:Ja, sehr. Mein Vater war äusserst streng und autoritär.

Die Jungs von Aggro Berlin rappen sich durch «Numma Eyns». Kannst du selber gar nicht rappen?

Tomekk: Ich rappe nur, wenn ich besoffen bin und die Girls im Club voll abgehen! Ausserdem ist Aggro Berlin derzeit das ultimative Rap-Label in Deutschland.

Deine Texte sind ziemlich derb auf Sex und Machogehabe fixiert. Du singst von Titten und Arschficken. Wo bleibt die Poesie, die du angeblich so liebst?

Tomekk: Das ist doch Poesie?! Mein «Badesong» vermittelt meine Vorstellung von Poesie am besten.

Das klingt nach Studio-Gangster, bist du einer?

Tomekk: Nein! Wär ich ein Studio-Gangster, dann wär ich längstens wieder von der Bildfläche verschwunden. Wie so viele Gestalten. Ich bin echt!

Simon Andrey/(hen)

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