Zürich: Rapper erhält unfreiwillige Einladung vom Psychiater – eine Racheaktion?

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ZürichRapper erhält unfreiwillige Einladung vom Psychiater – eine Racheaktion?

Ein Zürcher Rapper erhielt eine Terminbestätigung bei einem Psychiater. Angemeldet hat er sich aber nie. Der Rapper vermutet eine Racheaktion.

von
Marino Walser
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Rapper S.B. wurde ohne sein Wissen bei einem Psychiater angemeldet. Der Zürcher vermutet seine Ex-Freundin hinter dieser Aktion.

Rapper S.B. wurde ohne sein Wissen bei einem Psychiater angemeldet. Der Zürcher vermutet seine Ex-Freundin hinter dieser Aktion.

Screenshot/Tiktok
Per SMS erfuhr S.B. von einer Terminanfrage bei einem Psychiater.

Per SMS erfuhr S.B. von einer Terminanfrage bei einem Psychiater.

Screenshot/Tiktok
Trennungscoach Thomas Meyer hat von solch einer Racheaktion noch nie gehört. Er findet die Aktion aber noch originell. 

Trennungscoach Thomas Meyer hat von solch einer Racheaktion noch nie gehört. Er findet die Aktion aber noch originell. 

20min/Ela Çelik

Darum gehts

  • Der Zürcher Rapper S.B. wurde ohne sein Wissen bei einem Psychiater angemeldet. 

  • Der junge Mann vermutet dabei eine Racheaktion seiner Ex-Freundin. 

  • Der Trennungscoach Thomas Meyer hat eine solche Aktion noch nie zu Ohren bekommen. 

  • Normalerweise fallen eher Männer mit Racheaktionen bei einer Trennung auf als Frauen.

Der Zürcher Rapper S.B.* war überrascht, als er vor einigen Tagen eine Terminbestätigung für einen Psychiater per SMS bekam. Denn um einen Termin hatte er sich nie bemüht.

Auf Tiktok berichtet der Musiker vom Vorfall und schreibt dazu: «S., wie toxisch ist deine Ex-Freundin?» Für den Zürcher ist nämlich ziemlich klar, wer hinter dieser Aktion steckt: «Ich vermute, meine Ex-Freundin hat sich diesen Spass erlaubt. Ganz sicher bin ich mir jedoch nicht», so der junge Mann gegenüber 20 Minuten. Erst vor zwei Monaten habe er sich von seiner damaligen Freundin getrennt. «Ich denke, sie wollte mir einfach eins auswischen.»

Im ersten Moment war er überrascht und fand es witzig. Dann aber änderte sich seine Gemütslage. «Nachdem ich mir nochmals Gedanken über die Aktion gemacht hatte, wurde ich ein wenig wütend», so S.B.

«Ich habe keine Probleme mit meiner Psyche»

Der junge Mann versichert, dass nichts hinter der Terminvereinbarung steckt. «Ich habe weder Probleme mit meiner Psyche noch stehe ich in meinem Leben vor anderen Herausforderungen.» Die Anmeldung beim Psychiater sei ungerechtfertigt.

Folgen hatte es für den Zürcher aber keine. «Ich habe die Praxis angerufen und die Lage erklärt. Den Termin habe ich daraufhin natürlich abgesagt», so S.B. Die Praxis habe dafür Verständnis gezeigt und konnte sich gleichzeitig nicht erklären, wie eine solche Terminvereinbarung überhaupt möglich war. «Am Telefon bedankte sich die Praxisangestellte für meinen Anruf und die Schilderung. Die Frau sagte, dass der Vorfall auch intern geklärt werde», sagt der Zürcher.

«Frauen erfahren weniger Zurückweisung als Männer»

Angesprochen auf die mögliche Racheaktion von der Ex-Freundin des Rappers, sagt der Trennungscoach Thomas Meyer, dass er von so einer Vergeltungsmassnahme noch nie gehört habe. «Ich finde die Idee originell, den Ex beim Psychiater anzumelden, auch wenn das natürlich ziemlich übergriffig ist», sagt Meyer mit einem Schmunzeln.

Der Trennungscoach hat, ohne dass er mit den beiden Involvierten gesprochen hat, eine mögliche Erklärung für das mutmassliche Vorgehen der Ex-Freundin von Rapper S.B.: «Frauen erfahren weniger Zurückweisung als Männer. Passiert es aber doch, nehmen sie es oft sehr persönlich und tragen es einem jahrelang nach.»

Grundsätzlich sei es aber so, dass vor allem Männer mit trotzigen Reaktionen aufgrund einer Trennung auffallen würden, beispielsweise mit Rachepornos.

*Name der Redaktion bekannt

Hast du dich nach einer Trennung auch schon beim Ex mit einer skurrilen Aktion revanchiert?

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