Nach Cupsieg der SCRJ Lakers: Rapperswil-Jona im Ausnahmezustand

Aktualisiert

Nach Cupsieg der SCRJ LakersRapperswil-Jona im Ausnahmezustand

Die Rosenstadt ist eine grosse Festhütte. Mit einer Freinacht feiern die SCRJ-Fans den Cuptitel ihrer Mannschaft.

von
sda/ddu
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Schon vor Spielbeginn unterstützen die SCRJ-Fans ihre Mannschaft lautstark.

Schon vor Spielbeginn unterstützen die SCRJ-Fans ihre Mannschaft lautstark.

Keystone
Das unterklassige Team schwört sich auf den Cupfinal ein.

Das unterklassige Team schwört sich auf den Cupfinal ein.

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Die Gastgeber kommen in Fahrt und bejubeln schon nach 26:03 Minuten das 4:1 durch Dion Knelsen.

Die Gastgeber kommen in Fahrt und bejubeln schon nach 26:03 Minuten das 4:1 durch Dion Knelsen.

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In Rapperswil-Jona geht es am Sonntagabend drunter und drüber. Die Anhänger der SCRJ Lakers zelebrieren auf dem Rapperswiler Hauptplatz ihre Cup-Helden. Die Stadt hat für das einmalige Fest eine Freinacht bewilligt. Grund zum Feiern gibt es am Obersee gleich doppelt, denn während in der Eishockey-Arena der Cupfinal vor ausverkauften Rängen gespielt wurde, fand in der Altstadt der traditionelle Fasnachts-Umzug statt. Gegen Abend fanden sich die Hockey-Anhänger und Fasnächtler zur gemeinsamen Party bei der Schlosstreppe ein.

Die Rapperswil-Jona Lakers hatten am Nachmittag als zweites unterklassiges Team nach Genf-Servette (1959) den Schweizer Cup gewonnen. Die entfesselt aufspielenden St. Galler deklassieren im Final Davos mit 7:2. Sie starteten mit einer unglaublichen Intensität ins Spiel und setzten den Favoriten mit ihrem Forechecking gewaltig unter Druck. Dieser Mut wurde mit dem 1:0 von Jared Aulin (3.) früh belohnt. Nachdem Broc Little (11.) im ersten Powerplay der Bündner ausgeglichen hatte, brachte Dion Knelsen die Rosenstädter in der 19. Minute erneut in Führung.

Nyffeler hält bravourös

Zu Beginn des zweiten Drittels stellte HCD-Trainer Arno Del Curto die Linien um. Tatsächlich steigerten sich die Bündner, doch nach dem ersten Torschuss der Lakers im Mittelabschnitt durch Michael Hügli (26. im Powerplay) stand es 3:1. Nur 57 Sekunden später erhöhte Dion Knelsen in einer weiteren Überzahl mittels Ablenker auf 4:1. Kurz darauf ersetzte Del Curto Keeper Gilles Senn durch Joren van Pottelberghe. Dessen Ungeschlagenheit dauerte aber nur 43 Sekunden, musste er doch den ersten Schuss passieren lassen. Das Tor erzielte Jan Mosimann.

Danach waren die Einheimischen vorwiegend mit Defensivarbeit beschäftigt. Sie standen aber sehr solid und konnten sich einmal mehr auf Torhüter Melvin Nyffeler verlassen, der bravourös hielt und sich nur noch von Félicien Du Bois (36.) bezwingen liess. Nach dem 6:2 von Josh Primeau (52.) war der Widerstand des HCD endgültig gebrochen. Für den Schlusspunkt sorgte in der 56. Minute Steve Mason.

In den Achtel- und Viertelfinals hatten die SCRJ Lakers mit Lugano (3:0) und Zug (5:1) bereits zwei Mannschaften aus der National League deutlich bezwungen. Nun gewannen sie verdient den ersten Titel in der Clubgeschichte.

Rapperswil-Jona Lakers - Davos 7:2 (2:1, 3:1, 2:0)6100 Zuschauer (ausverkauft). - SR Massy/Dipietro, Abegglen/Küng. - Tore: 3. Aulin (Rizzello) 1:0. 11. Little (Du Bois/Ausschluss Schmuckli) 1:1. 19. Knelsen (Aulin, Berger) 2:1. 26. (25:06) Hügli (Ausschluss Corvi) 3:1. 27. (26:03) Knelsen (Casutt, Sataric/Ausschluss Heldner) 4:1. 29. Mosimann 5:1. 36. Du Bois 5:2. 52. Primeau (Vogel) 6:2. 56. Mason (Hügli) 7:2. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 4mal 2 Minuten gegen Davos. - Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Geyer, Profico; Gähler, Berger; Sataric, Maier; Aulin, Knelsen, Rizzello; Mosimann, Mason, Hügli; Brem, Lindemann, Casutt; Primeau, Vogel, Hüsler. - Davos: Senn/van Pottelberghe (ab 29.); Du Bois, Jung; Schneeberger, Paschoud; Heldner, Kindschi; Aeschlimann; Simion, Corvi, Little; Marc Wieser, Johansson, Kousal; Kessler, Ambühl, Eggenberger; Sciaroni, Buck, Jörg; Walser. - Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers komplett. Davos ohne Lindgren, Dino Wieser, Rödin, Egli und Nygren (alle verletzt). - Timeout Davos (29.).

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