Aktualisiert 17.12.2004 14:01

Rasantes Wachstum von Billig-Fluggesellschaften

Unter Druck wegen den Billig-Fliegern kommen vor allem kleine nationale Airlines wie die Swiss, wie eine Studie der Beratungsfirma Mercer zeigt.

In Europa hat sich der Marktanteil der Billig-Airlines in den vergangenen vier Jahren von fünf auf 19 Prozent erhöht. Die Zahl der Anbieter stieg seit 2000 von zwölf auf 54. Über die beste Position verfügen laut der Studie heute die beiden Marktführer Ryanair und easyJet, die zusammen mehr als die Hälfte des Marktes abdecken. Diese hätten vom frühen Markteintritt profitiert und die Billig-Airline-Philosophie am konsequentesten umgesetzt, heisst es in der Mitteilung von Mercer.

Trotz rasantem Wachstum rechnet das Beratungsunternehmen mit einem tief greifenden Konsolidierungsprozess in diesem Segment. Wegen der hohen Ölpreise drohe vielen Billig-Fluggesellschaften noch in diesem Winter das Ende, hiess es. Die Geschäftsmodelle vieler Anbieter seien nicht nachhaltig.

In einer schwierigen Position befinden sich gemäss der Studie auch kleinere nationale oder regionale Airlines wie Swiss, Austrian, Alitalia oder AerLingus. Im Verdrängungswettbewerb drohe die Mittelklasse zwischen den grossen Netzwerk-Gesellschaften Lufthansa, British Airways und Air France/KLM sowie den Billig-Airlines zerrieben zu werden. Im Europageschäft stünden die mittelgrossen Gesellschaften in direktem Preis-Wettbewerb mit den Billig-Airlines, ohne den Kunden die Vorteile eines dichten weltweiten Netzwerkes bieten zu können, hiess es in der Mitteilung. (dapd)

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