Was stört und nicht stört: Raschler und Tuschler raus!
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Was stört und nicht störtRaschler und Tuschler raus!

Popcornfreie Zonen im Kino, ein Probier-Verbot im Restaurant: Die Deutsche Knigge-Gesellschaft setzt neue Massstäbe in Sachen Benimmregeln. Und: Wissen Sie, was der «Partykiller Nummer eins» ist?

Nervt die Knigge-Gesellschaft: Popcorn-Esser im Kino.

Nervt die Knigge-Gesellschaft: Popcorn-Esser im Kino.

Die Deutsche Knigge-Gesellschaft will das Popcorn- Geraschel aus den Filmsälen verbannen. Künftig sollten sich Kinobesucher ähnlich leise zu verhalten haben wie Theatergänger, teilten die Benimm-Experten am Montag in Essen nach ihrer Jahreshauptversammlung am Wochenende mit.

«Raschler» und «Tuschler» störten den Filmgenuss, so die Meinung der Knigge-Gesellschaft. Wenn schon ein Popcornverbot im Kino nicht möglich sei, dann solle es wenigstens «popcornfreie Zonen» geben.

Zu den am Wochenende beschlossenen neuen Benimm-Regeln der Knigge- Gesellschaft gehört auch, dass Paare auf Familienfeiern und Partys möglichst nicht nebeneinander sitzen sollten.

Ehepaare getrennt

Nebeneinander sitzende Paare seien «der Partykiller Nummer eins». Eine Feier sei «ein soziales Event, bei dem die Gäste sich mischen sollen». Dies hebe die Stimmung. Ehepaare neigten hingegen dazu, zu schweigen oder sich gar zu streiten.

«Männer können sehr charmant und witzig sein. Allerdings nicht, wenn die Partnerin danebensitzt», erklärte Hans-Michael Klein, Vorsitzender der Knigge-Gesellschaft.

Auch das Probier-Verbot in Restaurants will die Knigge-Gesellschaft aufweichen. Künftig soll ein Gast im Restaurant vom Essen des Partners probieren dürfen, was von der Benimm-Polizei bislang nicht gerne gesehen war. Dieses Verbot sei aber «nicht mehr zeitgemäss», kommen die Experten nun zum Schluss. Es sollte aber durch das Restaurant das notwendige Geschirr, etwa ein Extra-Teller, bereitgestellt werden. (sda)

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