72 km/h zu schnell: Raser verhaftet und Wohnung durchsucht

Aktualisiert

72 km/h zu schnellRaser verhaftet und Wohnung durchsucht

Verhaftet, Hausdurchsuchung, Auto weg, Check weg, vielleicht Gefängnisstrafe: Für seine Raserfahrt in Grosswangen bezahlt ein 25-Jähriger bitter.

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zfo
Symbolbild: Die Polizei bei einer Radarkontrolle.

Symbolbild: Die Polizei bei einer Radarkontrolle.

KEYSTONE/Ennio Leanza

Zwischen Sigerswil und Oberdorf ging der Polizei bei einer Lasergeschwindigkeitskontrolle ein Raser ins Netz: Der 25-Jährige fuhr mit seinem Opel Astra 152 km/h, obwohl nur 80 km/h erlaubt gewesen wären. «Bei einer solch massiven Geschwindigkeitsübertretung gilt die Person als Raser. Derjenige wird immer auf der Stelle verhaftet und es gibt eine Hausdurchsuchung», sagte Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft.

Bei der Durchsuchung würden auch Handys und Datenträger beschlagnahmt: «Es kann sein, dass darauf weitere Raserfahrten dokumentiert wurden. Dies würde eine Strafverschärfung bedeuten.» Die Ergebnisse der Durchsuchung lägen noch nicht vor. Das Auto sei aber als Tatwaffe sichergestellt worden. Kopp: «Es wird auf Tuning und Betriebssicherheit untersucht. Die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob er den Wagen zurückerhält oder ob er verkauft wird.»

Ausweisentzug und Gefängnis

Nebst dem Auto ist auch der Führerschein weg: «Bei einem solchen Fall liegt das Minimum bei zwei Jahren Führerscheinentzug. Der Ausweis kann aber bis zu zehn Jahre entzogen werden, falls er ein Wiederholungstäter ist», so Peter Kieser vom Strassenverkehrsamt Luzern. Zusätzlich droht Gefängnis: In einem anderen Raserfall erhielt ein Mann eine bedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten, weil er 50 km/h zu schnell unterwegs war.

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