14.09.2020 22:02

GerichtsurteilRaser wird in 14 Minuten dreimal geblitzt

Weil er in kurzer Zeit mehrfach geblitzt worden war, hat das Luzerner Kriminalgericht einen Mann verurteilt. Er kriegt 20 Monate bedingt und eine Busse.

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5.10 Uhr, 5.18 Uhr und 5.24 Uhr: Im Oktober 2018 wurde ein Mann (27) innert 14 Minuten gleicht drei Mal geblitzt.

5.10 Uhr, 5.18 Uhr und 5.24 Uhr: Im Oktober 2018 wurde ein Mann (27) innert 14 Minuten gleicht drei Mal geblitzt.

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Erwischt wurde der Mann auf der St.-Anna-Strasse in Luzern und …

Erwischt wurde der Mann auf der St.-Anna-Strasse in Luzern und …

Google Street View
… auch auf der Schädrütistrasse, die sich in der Nähe befindet.

… auch auf der Schädrütistrasse, die sich in der Nähe befindet.

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Darum gehts

  • Das Luzerner Kriminalgericht hat einen Raser zu einer bedingten Freiheitsstrafe und einer Busse verurteilt.
  • Der Verurteilte (27) wurde im Oktober 2018 innert 14 Minuten dreimal geblitzt, in einem Fall war der Rasertatbestand erfüllt.
  • Der Mann war bereits früher mehrmals zu schnell unterwegs.

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen Schnellfahrer, der in einem Wohnquartier in der Stadt Luzern innerhalb einer Viertelstunde drei Mal geblitzt worden ist, zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten bedingt sowie zu einer Busse von 3000 Franken verurteilt.

Das Gericht sprach den 27-jährigen Inder, der wieder in seiner Heimat lebt, des Rasertatbestands sowie der mehrfachen groben Verletzung von Verkehrsregeln schuldig. Der Prozess wurde im abgekürzten Verfahren durchgeführt, der Beschuldigte hatte die ihm vom Staatsanwalt vorgeworfenen Delikte und die beantragte Strafe akzeptiert. Das Urteil ist rechtskräftig.

Der Beschuldigte ist in der Darstellung der Staatsanwaltschaft richtiggehend durch die Nacht gerast. Im Oktober 2018 wurde er um 5.10 Uhr, 5.18 Uhr und 5.24 Uhr auf der St.-Anna- und der Schädrütistrasse geblitzt. Einmal fuhr er netto 72 km/h zu schnell, einmal 36 km/h und einmal 20 km/h. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit betrug 50 km/h.

Bereits zuvor mehrfach gebüsst

Im Auto befanden sich mehrere Mitfahrer. Der Beschuldigte gab an, dass er die Strecke, die er gefahren sei, nicht gekannt habe. Zudem sei ein Auto, das er überholt habe, ebenfalls zu schnell gefahren. Dass er in einem Wohnquartier bei Dunkelheit ohne Streckenkenntnisse mit überhöhter Geschwindigkeit ein Auto überholt habe, zeige deutlich die verantwortungslose Fahrweise des Beschuldigten, hiess es dazu in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft.

Zur Rechenschaft gezogen wurde der Beschuldigte ferner, weil er im Juli 2018 auf der Autobahn A2 im Tessin die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um netto 35 km/h überschritten hatte. Zudem war er bereits zuvor wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen gebüsst worden.

Das Gericht ging davon aus, dass der Beschuldigte aus der Verurteilung seine Lehren ziehen werde. Die Probezeit für die bedingte Freiheitsstrafe wurde aber bei eher hohen drei Jahren festgelegt.

(SDA)

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