Aktualisiert 06.11.2015 07:55

Tierquälerei

Rasierklingen-Attacke gegen Bieler Schwäne

Tierquälerei: Ein Tierhasser hat in Biel Schwänen mit Rasierklingen gespickte Äpfel zugeworfen. Es ist nicht der einzige Fall brutaler Tierquälerei.

von
num

Zwei Äpfel, gespickt mit fünf Rasierklingen: Diese Köder legten Unbekannte in der Schwanenkolonie Biel aus. Offenbar warfen der oder die Täter die Äpfel in die Ruheplätze der Schwäne. Tierpfleger René Kramer fand die gefährlichen Köder, bevor die Tiere sie fressen konnten.

Kurz darauf habe ein Passant geklingelt, der zudem noch drei Klingen in der Schüss, dem Kanal vor der Schwanenkolonie, gefunden hatte. Das berichten «Telé Bielingue» und «Le Matin». In der Schwanenkolonie leben noch zwei schwarze Schwäne und einige Enten.

René Kramer erstattete Anzeige gegen unbekannt. Die Kantonspolizei Bern werde nun vermehrt ein Auge auf die Schwanenkolonie halten, wurde ihm versprochen. Tierinspektor Ernest Schweizer ist ob der heimtückischen Attacke entsetzt: «Das ist schrecklich. Enten kauen ihr Essen nicht, bevor sie es schlucken.»

Kamera soll installiert werden

Tierpfleger René Kramer ist erschüttert. Manchmal würden Personen Steine gegen die Tiere schmeissen, das könne er als dumme Aktion von Nachtbuben abhaken. Aber das sei etwas anderes. Zu «Le Matin» sagt er: «Das war keine spontane Idee eines Betrunkenen. Da hasst jemand Tiere.»

Tierinspektor Ernest Schweizer überlegt nun, eine Überwachungskamera zu installieren. Denn ähnliche Fälle seien in Biel und der Umgebung bereits in der Vergangenheit vorgekommen. So sei auch schon mit Rasierklingen gespicktes Fleisch gefunden worden.

Katze im Aargau geköpft

Ein weiterer Fall von Tierquälerei im Aargau machte heute in der «Aargauer Zeitung» Schlagzeilen: Der vierjährige Kater Cesar von Halter Tihomir Zivkovic lag am Montagmorgen geköpft vor dessen Haustüre in Wettingen. Neben dem Kopf fehlte auch der Schwanz des Tieres.

«Wie kann ein Mensch einem Tier überhaupt so etwas antun?», fragt Tihomir Zivkovic. Er habe die Polizei alarmiert und sei dabei gefragt worden, ob er jemanden in Verdacht habe. Er habe jedoch mit niemandem Streit und keine Feinde.

Bereits vor drei Monaten sei eine Katze der Familie Zivkovic plötzlich verschwunden. Er hoffe nun, dass Cesars Mörder gefunden und bestraft werde.

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