Rassendiskriminierung in Philadelphia
Aktualisiert

Rassendiskriminierung in Philadelphia

Die Stadt Philadelphia soll bei jüngsten Wahlen die Rechte von nicht Englisch sprechenden Minderheiten verletzt haben. Das US-Justizministerium reichte eine entsprechende Klage bei einem Bundesbezirksgericht ein.

Demnach soll die Stadt in Pennsylvania Spanisch sprechenden Bürgern weder wie per Gesetz vorgeschrieben Wahlmaterial noch an den Wahlbüros Hilfe in ihrer Sprache zur Verfügung gestellt haben. Das Problem müsse vor den Kongresswahlen am 7. November aus der Welt geschafft werden, verlangte Vize-Justizminister Wan Kim.

Die USA haben auf Bundesebene keine Amtssprache. Nach dem Voting Rights Act müssen in den Wahlbezirken Materialien in allen dort vorherrschenden Sprachen angeboten werden.

US-Bürger aus dem spanisch-lateinamerikanischen Kulturkreis, Hispanics genannt, sind inzwischen die grösste Minderheit des Landes. Amtlichen Umfragen zufolge sprechen mehr als elf Prozent der etwa 300 Millionen US-Bürger zu Hause Spanisch.

(sda)

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